Hallo Boris,
jeder der von Klaus aufgeführten Baureihen und mit Automaticgetriebe hat
immer einen seperaten Automaticoelkühler.
Dieser ist jedoch im normalen Wasserkühler des Fahrzeuges im unteren
Wasserbecken enthalten.
Das bedeutet,das das Kühlwasser nicht nur die Motorabwärme abbekommt,
sondern auch die Abwärme vom Automaticgetriebe.
Das in diesen Baureihen verbaute Automaticgetriebe hatte noch keine Wandlerschaltkupplung.Es arbeitet also mit Schlupf und das bedeutet,das
das leitrad und das Wandlerad nie die selbe Drehzahl erreichen.
Als übertragung zum Kraftfluß dient das Oel zwischen diesen beiden Schaufelrädern und das " reibt" im übertragenen Sinne.Dabei wird das Oel
heiß und diese Hitze muß abgeführt werden.
Bei modernen Autos hat man dieses Problem durch eine im letzten Gang wirksame " starre " mechanische Wandlerschaltkupplung beseitigt.
Wenn Du bei der Automatic den Wählhebel auf z.B. D stellst und auf der
Bremse bleibst,dann möchte das Auto ja schon wegfahren bzw es kriecht
wenn Du die Bremse löst.
Dieser Kraftfluß ensteht weil das oel das auf das Schaufelrad drückt was mit der getriebeantriebswelle verbunden ist.Jetzt entsteht Wärme und durch herausnehmen des Ganges verhinderst Du das.
Im Laufe von vielen Jahrzehnten sind jedoch ablagerungen im Motorblock,
Kühler und allen Wasserberührenden Bauteilen enstanden.
Diese erschweren die Wärmeabführung zusätzlich und dann kommt es zu
dieser Überhitzung.
Den Gedanken Stau und dieser Stundenlang der war damals aufgrund der
Autodichte beim konstruieren gar nicht relevant.
Alte betriebsanleitungen empfehlen bei Kriechfahrt und ansteigen der Kühlerwassertemperatur, die Heizung auf volle leistung zu stellen und die Seitenfenster zu öffen.
Sollte die angestiegene Temperatur nicht zurückgehen,so ist der wagen am
Rand zu stehen zu bringen und bei geöffnerter Motorhaube mit erhöhter Drehzahl im leerlauf laufen zu lassen.
Der starre Lüfter beim 230er bringt dann nämlich mehr Durchsatz.
Ein weiteres Problem heute ist die Verwendung von zuviel Frostschutz im
Sommerbetrieb.
Reiner Frostschutz leitet nämlich die Wärme schlechter ab als Wasser.
Viele Pagoden fahren mit einem Frostschutzanteil der gespindelt bis minus
25° einen Betrieb ermöglicht.
Ich glaube aber das hierr sehr wenige bei Schneee und Eis Ihre Pagode fahren.
Also warum dann denn Anteil an Frostschutz so hoch machen??????
Ich habe einen Korossionschutz in meiner Pagode und die Hauptkomponente
ist gereinigtes Regenwasser.
Da ich außerdem eine Pagode mit Schaltgetriebe habe ist das Thema Motortemperatur bei mir keines.
Wichtig bei einer Automaticpagode sind der richtige Zündzeitpunkt und die
Anhebung des CO auf mindestens 4,5%.
CO ist innenkühlung und der richtige Zündzeitpunkt ebenfalls.
Also bevor man teure Maßnahmen ergreift erstmal auch mit reinem Wasser
testen.
Die heute eingesetzten Kühlflüssigkeiten haben bei modernen Motoren viele
Aufgaben.
Aber unsere Motoren mit den damaligen Legierungen vertragen diese meistens nicht.
Deshalb sind an dieser Stelle die alten Empfehlungen zu beachten.
Gruß auch an alle die ganz anderer Meinung sind.
Robert
