Unbekannter Code in Datenkarte

Hallo Breuer,
passend zum 181-hellbeige-farbenen Außenlack
hatte Dein Auto original 138-braunes Kunstleder (MB-Tex)
und nicht so weiß-graues/pergament-farbenes Aftermarket-Etwas... wie auf Deinem Bild.

https://www.sl113.org/wiki/DataCard/UpholsteryCodes

Die 1 neben der 138 gehört nicht zur 138 per se sondern zum Feld 40 und heißt 40/1 oder 401 und bedeutet "Einzelsitze". (Das hatten Pagoden immer - im Gegensatz zu Limousinen, wo man damals noch vordere durchgehende Sitzbank bekommen konnte. Bei der Pagode gab's das nicht, auch nicht auf besonders heftigen Kundenwunsch hin).


So muss/müsste Dein Auto aussehen:

öhem..., fast. Das Lenkradnabenpolster ist/war immer in Lenkradfarbe (also bei dir in schwarz) und Deine rot-roten Rückleuchten sind für Deinen 280er original... & die bumper guards auch.



Gruß & munter bleiben
Achim
Hallo Achim
Gab es die “ bumper guards “ nur für Ami Ausführung? Meine Stossstangen sind noch klasse. Müssen die Hörner runter, dann - Löcher zuschweißen u neu verchromen der neue Stossstangen. Können die roten Rückleuchten für D so bleiben ?
Einen schönen Ostermontag
Walter
 
Hallo Walter,

hast du deinen 230 er auch selber restauriert , oder ihn fertig gekauft ?
Wenn du ihn selber restauriert hast,
verhalten sich manche Arbeiten ähnlich wie beim 280 er.
US Bumper gab es nur bei den US Autos.
Hab meine zugeschweißt, geschliffen und neu verchromt.
Anschließend verchromen lassen und von innen lackiert.
Die roten Rückleuchten können so bleiben.


Gruß Roman
 
Hallo Achim
Gab es die “ bumper guards “ nur für Ami Ausführung? Meine Stossstangen sind noch klasse. Müssen die Hörner runter, dann - Löcher zuschweißen u neu verchromen der neue Stossstangen. Können die roten Rückleuchten für D so bleiben ?
Einen schönen Ostermontag
Walter

Hallo Walter,
da Du mich persönlich fragst, bin ich Dir auch eine Antwort schuldig.:autofahrer:

Stoßstangenhörner (bumper guards, Code 44/0 ) sind meines Erachtens nur bei der US-Version bekannt - anfangs gegen Aufpreis, später dann serienmäßig (ich weiß im Moment nicht genau ab exakt wann ..., ich würde salopp sagen ab Mitte 1969 !).


(Text korrigiert nach einiger Recherche)

Rote Rückleuchten sind original bei allen 280 SL in der Standard-US-Version bis Fg.-End-Nr. 011039 und bei den weniger häufig gebauten Nicht-US-bestimmten 280ern dagegen nur bis Fg.-End-Nr. 007937.
Da Dein Auto vor dem 01.01.1970 erstzugelassen wurde (in den USA) darf er auch hier in Deutschland mit roten Blinkergläsern herumfahren (siehe Ursodents Link).
Wäre Dein 1969 gebauter 280er SL erst im Jahre 1970 (oder später) erstzugelassen worden, dürfter er das (in DE) dagegen dann nicht mehr.
Der deutsche Amtsschimmel ...



Achim
 
Dein Verdeckkastendeckel und die Radkappen müssen auch wieder in 181 (H) lackiert werden, nicht in braun, denn dein Auto war original einfarbig 181 (so wie meins).
Kurios: Die ARmaturenbrettunterkante und Windschutzscheibenoberkanten-Polster sind noch in ihrem original braun.
Kurios ....


LG
Achim
Hallo Achim
Ja, diese Teile sind scheinbar noch Original, aber scheinbar deshalb, weil hier das Tex mit dem geschäumten Teil " verschweißt ist.
soll trotzden neu beledert werden
Hast Du eine Ahnung, wie "Leder " heißt, wenn es dem Tex 138 braun entsprechen soll.
nur DUNKELBRAUN ?
guts Nächtle
 
Hallo Achim
[...]
Hast Du eine Ahnung, wie "Leder " heißt, wenn es dem Tex 138 braun entsprechen soll.
nur DUNKELBRAUN ?
guts Nächtle

Hallo Walter,
'guts Tägle'.
Da Du mich direkt gefragt hast, ob ich das weiß,:autofahrer:
antworte ich Dir direkt,
ja..., ich weiß das, ich habe eine Ahnung davon, wie das Leder heißt. :blumenstrauss:



Viele Grüße
Achim
 
Hallo Achim
[...]
Hast Du eine Ahnung, wie "Leder " heißt, wenn es dem Tex 138 braun entsprechen soll.
nur DUNKELBRAUN ?
guts Nächtle

Tschuldigung, Walter,
das war natürlich Humor von mir ... mehr deutlich schlechter Humor.:doh:
Sorry bitte.:blumenstrauss:
Ja, natürlich gab es/gibt es auch einen Farbcode/Ausstattungs-Code für braunes Leder im 280er,
und zwar 248.
Das würdest Du dann wahrscheinlich nehmen wollen.

Nun, dieses Braun gab es in 2 Ausführungen, einmal in Uni-Braun und einmal gesprenkelt, dunkel-braune Sprenkel auf braunem Leder. Ähnlich wie das Cognac, nur alles braun.
Superschick, super selten.
Ich meine das wäre Serien-Nummer-abhängig...
Habe leider kein Bild mehr davon gefunden.
Ich geh nochmal auf die Suche.


Viele Grüße
Achim
 
Hallo zusammen,

ich habe den Thread jetzt nicht im einzelnen verfolgt und gelesen, dennoch sei mir eine vielleicht blöde Frage gestattet:

Weshalb gab es eigentlich überhaupt diesen SA-Code namens "Wenig gewünscht" sozusagen als Sondercode für die ewigen Querulanten? Was steckt genau dahinter, dass man diesen separat benannte?
 
Hallo Memmo,

ja OK, aber dadurch wurde ja nun auch kein Platz gespart oder gewonnen. Man hätte diesen "absonderlichen" Wunsch doch ganz einfach an die übrigen SA-Codes anhängen könen ohne ihn besonders hervorheben zu müssen. Dann muss es ja auch einen "Grenzwert" gegeben haben, bei dessen Bestellmengenunterschreitung (in welchem Zeitraum ?) dieser "zusätzliche" Wunsch nicht in der normalen Auflistung auftauchte.
 
Moin Memmo,

ich habe mich vielleicht unklar ausgedrückt. Natürlich kenne ich diese Datenkarten.
Ich zielte eigentlich mehr darauf ab, dass diese seltener bestellten SAs überhaupt in einem extra mit "wenig gewünscht" gekennzeichneten Feld erfasst wurden. Da sind 4 Felder für 3-stellige SAs vorgesehen, die nicht in den Feldern von 44x bis 68x vorkommen konnten und von denen man ja offensichtlich genau wusste, dass sie im Regelfall nicht häufiger als gar nicht bis maximal 4x pro Fahrzeug vorkommen würden. Damit war doch eigentlich automatisch klar, dass sie nur in diese 4 Felder geschrieben werden konnten. Für mich hört sich dieses "wenig gewünscht" ein wenig bedauernd (aus Sicht von MB) an, nach dem Motto "jetzt bieten wir schon so schöne Extras an, nur leider sind sie von der Kundschaft wenig gewünscht"...
 
Es war bei Daimler so, wann mehr SA oder zukommende Informationen vorhanden war als in Datenkarte eingefügt werden konnte, schreibte man die auf ein oder mehrere zusätzliche Blätter. Das ist dann in Feld "Hinweis" (auf den rechten Seite des Datenkartes) mit Ziffern markiert (1, 2 usw.)
Leider sind diese Zusätzliche Blätter often verschwunden, und Heute, mit nur diese Microfische, nicht mehr dabei...
So, keine angst Wolfgang, alles von jede Auto war bei Produktion von Werk dokumentiert! Alle Sonderfertigungen nach Kundenwünsch konnte man machen/liefern
/hans
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich fürchte dass Euch diese absolut wichtige Frage nur von den damals wirkenden Abteilungsleitern beantwortet werden kann.
LG aus dem Archiv.
DieFreundliche
 
Zuletzt bearbeitet:
Da sachste wat... Anno dunnemals wurden diese Karten höchstwahrscheinlich auch "per Hand" auf Schreibmaschinen ausgefüllt. Womöglich brauchten die Schreiberlinge eine Art Leitfaden.
Mir liegt es auch fern, das Thema weiter auszubreiten. Es war mir nur immer schon mal aufgefallen.

@hans: Ja, damals gab es noch den Begriff "Kundenfreundlichkeit" und als Kunde war man noch König. Heute hat sich das leider ins Gegenteil verkehrt :-(.
 
@hans: Ja, damals gab es noch den Begriff "Kundenfreundlichkeit" und als Kunde war man noch König. Heute hat sich das leider ins Gegenteil verkehrt :-(.

Na ganz so wars in der 'guten alten Zeit' aber nicht. Mercedesfahrzeuge wurden gnädig zugeteilt - bei bis zu 2 Jahren Wartezeit war Kundenfreundlichkeit auch nicht erforderlich. Prospekte wurden nur dann ausgegeben, wenn der Interessent mit Kleidung und Habitus den Eindruck vermittelte, sich einen Mercedes leisten zu können.
Niederlassungsleiter waren oft adellig (in Stuttgart z.B. Graf Walderdorff) - da machte man sich nicht mit jedem gemein.

Im Hinblick auf Kundenorientierung hat es sich in den letzten Jahrzehnten deutlich zum Besseren gewandelt.
 
Es war bei Daimler so, wenn mehr SA oder zukommende Informationen vorhanden war als in Datenkarte eingefügt werden konnte, schreibte man die auf ein oder mehre zusätzliche Blätter. Das ist dann in Feld "Hinweis" (auf den rechten Seite des Datenkartes) mit Ziffern markiert (1, 2 usw.)
Leider sind diese Zusätzlische Blätter often verschwunden, und Heute, mit nur diese Microfische, nicht mehr dabei...
So, keine angst Wolfgang, alles von jede Auto war bei Produktion von Werk dokumentiert! Alle Sonderfertigungen nach Kundenwünsch konnte man machen/liefern
/hans

Memmo und Hans haben das richtig beschrieben.
Die A4 Beiblätter habe ich noch niemals gesehen, weder auf Microfishen oder im Konzernarchiv.
Als Beleg bleibt uns eben nur die Datenkarte.
Und da kann man ggf. sehen, daß es unter "Hinweis" doch noch weitere Ausstattungen auch länderspezifischer
Art gab.

Grüße
norbert
 

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Hallo zusammen,

kann jemand sagen, welche Bedeutung auf der Datenkarte (Version 3) die grosse Zahl in dem quadratischen Feld neben den Feldern "1 Fahrzeug-Daten" und "4 Typ" hat?

Auf der Datenkarte von wbreuer0 steht da eine "3", siehe IMG_5081.jpg. Bei mir steht da eine "5".

Ich kann in den Erläuterungen zu den DataCards "Pagoda SL Group Technical Manual - Data Cards" dazu leider keine Erklärung finden. Ich dachte jedoch, früher dazu bereits eine Erklärung gelesen zu haben.

Danke und Ciao,
Harald
 
Pagoden wurden in Sindelfingen zunächst nur auf Band 9 - später auch auf 9+8+7 gebaut.
Grüße
norbert
 
Moin,
Code 326 bedeutet von 1.9.1961 bis 30.6.1964 für den 230 SL "VERPACKUNGSART VE O " für Exportfahrzeuge.

Gruß
Christian
 
...und die Fettgedruckte Zahl auf den Datenkarten ist lediglich die Durchnummerierung, es gab bis zu 5 Exemplare, Nummer 3 verblieb normalerweise im Werk zur Archievierung .

Gruß
Christian