Hat man die Maße und Vorschriften des Herstellers eingehalten, dann sind die Motoren alle ohne Probleme gelaufen, meistens länger als das Original. Früher hat man einen Tauschmotor einem Neuen gleich gesetzt und ich hab hier bei der Generalüberholung für neue Kolben, Lager, Ventile, Zündung, Generalüberholung der ESP, etc. bezahlt. Für mich ist Generalüberholung gleich neuer Motor mit auf Reparaturmaß des Herstellers gearbeiteten Altteilen. Nach dem Einfahren muss der Motor das gleiche wie der Original-Motor bringen. Der M130 ist kein Rennmotor, sondern ich hab einen über 400 000 km gefahren und zwischen den Ölwechseln kein Öl nachgefüllt.
Früher ist vorbei.
Die ersten Probleme fangen da an, dass überhaupt mal jemand die richtigen Unterlagen haben müsste.
Dann muss noch jemand ein gewisses Wissen und Erfahrung dabei haben, denn n Motor ist nix was man nach Werkstatthandbuch zusammen baut sondern manche Dinge muss man eben auch messen und fühlen und dabei eine gewisse Routine und Erfahrung haben.
Und dann ist es noch so, dass man "früher" n Neuteil ausgepackt und montiert hat, heut zu Tage sind oft Neuteile schon defekt oder Unbrauchbar, z.B. neue Einspritzdüsen, div. Kühlwasserthermostate und so Scherze. Auch im Bereich Zündung, sowohl was Kontakte aber auch was Kerzenkabel und Stecker angeht aber auch Kerzen die nicht mehr aus West-Germany sondern Russland kommen, ist dass alles nicht mehr ganz so einfach. Da muss man ne gewisse Erfahrung bei haben. Und zu guter letzt können die wenigsten Werkstätten alles selbst, also werden oft Anbauteile wie Einspritzpumpen, Zündverteiler, etc. außer Haus gegeben und wenn man dann keinen zuverlässigen Partner hat, hat man die Arschkarte. Wenn einem derjenige der die Pumpe einstellt keine gescheite Arbeit abliefert, dann hat man ja auch nur wenige Möglichkeiten dass wirklich zu prüfen und kann sich nen Wolf suchen.
Dann kommt noch dazu, dass je mehr Hände an so nem Auto dran sind, desto mehr Koordination nötig ist und dafür muss erstmal jemand da sein, der die Fachkompetenz hat dass überhaupt zu koordinieren und dann muss der Kommunikationsaustausch auch noch funktionieren.
Da muss dann auch einer dem Mechaniker sagen dass nach Probefahrt die Kopfschrauben nachgezogen werden müssen und vielleicht der Instandsetzer erwähnen, dass die Ventile nach 300km noch eingestellt werden müssen weil er die immer luftig einstellt da sie sich noch einschlagen und so Scherze. Funktioniert diese Kommunikation nicht richtig, bleiben solche Sachen halt schonmal auf der Strecke und derjenige der den Motor mit aufgebautem Ventildeckel bekommt, geht davon aus dass da alles "fertig" ist wie er es gewohnt ist nen neuen Daimler Motor ein zu bauen. Auch Dinge wie dass man beim Ölfilter aufpassen muss dass die Dichtringe noch da sind (sind nicht im Satz drinnen), dass muss einer wissen, wenn die Teile fehlen kommt ja kein normaler nicht Experte auf die Idee dass da was fehlt ^^
Die Nummer von wegen der Motor geht zum Instandsetzer, da nimmt einer in der Annahme dass an, der Mechaniker überholt den, dann geht die Kommunikation über den Annahmemeister weiter zum Werkstattmeister oder gar Betriebsleiter und von da aus bis an den Mechaniker in der Werkstatt und dann hängt am besten noch ne Pumpenbude extern mit drinnen, dass kann so alles nix werden. Das klappt nur wenn die untere ausführende Ebene direkt miteinander kommuniziert, also eigentlich der Mechaniker oder max. Meister aus der Werkstatt die den Motor ein/ausbaut und einstellt direkt mit dem Instandsetzer und dafür muss dann noch die entsprechende Fachkompetenz auf beiden Seiten da sein, damit dabei was gescheites raus kommt.
In ner Glasbude mit 7 Meistern, Tippsen, etc. dazwischen ist dass alles schon vom Kommunikationsweg her ne Katastrophe...
Das ist eben was anderes als in ner kleinen Bastelbude wie bei mir wo ich den Motorblock selber zerlegt habe, vermessen habe, dann selber zur Motorenschleiferei bringe, da am Chef vorbei direkt in die Werkstatt laufe zu demjenigen der den Block Bohren/hohnen/planen soll und direkt mit dem Spreche wie was zu machen ist. Und wo ich mir die Kurbelwelle mit dem der die Welle schleift zusammen anschaue und vermesse und wir dann entscheiden was passiert. Und wo ich dann vorher schon geschaut habe, welche Kolbenmaße / Lagermaße es überhaupt zu kaufen gibt, etc.