Hallo, natürlich kann man alles reparieren. Ich sage ja immer: "Kaputt ist, wenn man aufhört zu reparieren." Bei dem Exemplar hier wurde halt ohne Verstand "repariert" und schlecht kommuniziert. Den Schaden hat jetzt der Besitzer, weil es eben schief ging.
Und ja, es gibt andernorts Motoren, die mit verschieden dicken Dichtungen zusammengebaut werden. Der Kopf der Pagode ist aber ohnehin ein fragiles Bauteil und durch dünner machen wird das nicht besser. Die bekannten Schwachstellen, die zur Rissbildung neigen, werden immer mehr geschwächt. Der Hersteller denkt sich was dabei, wenn er ein Bauteil entwirft und dabei Grenzmaße der Bearbeitung angibt. So richtig "clever" ist das in meinen Augen nicht, sondern nur ein Problem um das nächste erweitert. Und man kann maßhaltige Zylinderköpfe wohl mit etwas Geduld noch bekommen, es besteht also gar keine echte Not, auch die letzten abgenudelten Teile noch Off-Limits einzubauen. Es geht ja weiter, wenn der Kopf zu dünn ist, dann muss ein Ventil tiefer gesetzt werden, das bedeutet das Entfernen des Sitzrings, tiefer fräsen und neu setzen, damit der Ventilüberstand wieder passt. Wieder Material weg, wieder die Unterseite geschwächt. Wetten, bei dem Motor hier hat niemand den Ventilüberstand geprüft? Wer will so etwas eingebaut haben? Du? Ich nicht.
Und Mahle/Kolbenschmidt Literatur habe ich genug, danke.
Im übrigen sind die "Restaurationen" von Pagodenkarosserien. Bei denen nur der Mitteltunnel und der Scheibenrahmen bleiben in meinen Augen höchstens noch originalgetreue Replikas. Mit maximalem Erhalt von Originalsubstanz hat das nichts zu tun. Fürwahr ist das handwerklich anspruchsvoll und verdient Respekt aber haben möchte ich so ein Fahrzeug nicht, was zu 90% aus Neuteilen besteht. Muss aber jeder selbst wissen.
Gruß, Martin