Motoröl in Zylindern

Hallo Lars,
die Einstellbolzen für Ventilspiel wurden erneuert also wurden die alten demontiert. Kann da die Ursache liegen?
Zu den Kolbenringen : die Frage ob die Kolbenringe richtig eingebaut wurden, habe ich dem Motoreninstandsetzer auch gestellt. Die machen nichts anders, als jeden Tag Motoren überholen, also muss man davon ausgehen, dass sie so einen Anfängerfehler nicht machen würden.
Grüße
Jürgen
 
ich sehe,du kommst bislang nicht weiter.... mal unterstellt,alles zuvor angesprochene von Wasser etc... trifft nicht zu, dann kann es eigentlich nur an der Zylinderkopfdichtung liegen und da gab es verschiedene Ausführungen.
Da die damaligen Motoren doch keine allzu große Standfestigkeiten hatten
wurde oft der Block erneuert,der nicht zum Zylinderkopf gehörte.
Also mit einer Bestellung der Dichtung nach der Motornummer kann das schief
gehen, da der Zylinderkopf bzw.die Brennräume eine andere Form hatten
Dazu gehören auch, wie bereits angesprochen, geänderte Längen der
Zylinderkopfschrauben
 
Hallo Marius,

die Schaftdichtungen der Auslaßventile machen sich beim M127II fast unverzüglich selbstständig (2011).
Das wird ja nicht immer so gewesen sein.

Aha. Ich ging vom M130 aus, mit dem Jürgen den Ärger hat. Sind denn die Schaftdichtungen die gleichen, wie beim M127 II?

GRüße
Marius
 
Hallo,
der Motorblock ist lt. Datenkarte original und auch der Kopf passt zu dem Block. Die Kopfdichtung habe ich vor dem Einbau genau kontroliert, ob alle Ausschnitte auch da sind. Am Montag gehts mit der Fehlersuche weiter.
Gruß
Jürgen
 
der Motorblock ist lt. Datenkarte original und auch der Kopf passt zu dem Block. Die Kopfdichtung habe ich vor dem Einbau genau kontroliert, ob alle Ausschnitte auch da sind. Am Montag gehts mit der Fehlersuche weiter.

Echt ein interessanter Fall. Die Kopfschrauen sind die richtigen?

Grüße
Marius
 
Hallo,
die Kopfschrauben sind die richtigen,aber auch wenn sie zu lang wären, dürfte es das Öl nicht in allen 6 Zylindern geben.
Gruß
Jürgen
 
Hallo, ich weiss gar nicht, was ich vom Testlauf im Gestell halten soll.
Für meinen Geschmack gehört ein neuer Motor mit wechselnden Belastungen gefahren, damit sich Kolben- und Oelabstreifringe und Zylinderwände aneinander anpassen können. Erst wenn das passiert ist und die Ringe voll tragen kann man sich Gedanken zum Oelverbauch machen. Vielleicht mal die Viskosität wechseln
 
Hallo Waschi?,

Hier geht es nicht um einen klassischen "Ölverbrauch" sondern um zuviel Öl im Verbrennungsraum, resp. Blaurauch.

@ Jürgen: mir sind spontan ein paar Sachen eingefallen (wurden auch schon teilweise erwähnt):
- hast du die Kurbelgehäuse-Entlüftung mal geprüft?
- ist der Öldruck nicht zu hoch?
- stehen nicht etwa doch die Stöße der Kolbenringe falsch zueinander?
- ist die Ansaugbrücke innen ölfrei?

Gruss

Manuel
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
waschi : mein Fall zeigt doch deutlich, ob der Testlauf im Gestell sinnvoll ist oder nicht. Bei erneutem Ausbau des Motors würde man sich den frisch lackierten Motorraum oder evtl. auch die Kotflügel ruinieren. Bei evtl. auftretenden Undichtigkeiten oder bei Einstellarbeiten hat man einen super Zugang und kann die Arbeiten in Ruhe ausführen. Nach dem Einbau des Motors dreht man den Zündschlüssel um und die Kiste läuft perfekt.
Manuel :
- was kann man bei einer Kurbelgehäuse-Entlüftung prüfen?
- Öldruck liegt bei 800 U/min knapp unter 3 bar, abgelesen am Mittelinstrument.
- die Falsche Lage der Stöße der Kolbenringe hat der Motoreninstandsetzter kategorisch ausgeschlossen
- die Ansaugbrücke ist von innen etwas ölig.

Der Motoreninstandsetzter hat den Kopf erneut zerlegt und abgedrückt aber ohne Befund. Ich werde zusammen mit ihm demnächst die Kolben ausbauen.
Gruß
Jürgen
 
Was mir zu dem Thema noch einfällt. Wie sieht es denn mit der Montage der Kolbenringe aus ? Die Stösse gegenüberliegend wurde ja schon erwähnt.
Eventuell sind sie falsch rum montiert ?
 
Sehr interessant zu deinem Thema ist die Broschüre von Kolben Schmidt
Kolbenschäden erkennen und beheben. Ab Seite 82 wird der erhöhte Oelverbrauch kurz nach der Motorüberholung behandelt
 
Hallo Jürgen,

ich hatte gerade in deinem Bericht gelesen, der Öldruck liegt bei
800U/min knapp unter 3bar.
Mein frisch gemachter Motor (jetzt ca. 5000km) liegt bei 800 U/min
immer bei 3 bar und das selbst wenn er heiß gefahren ist.
Im heißen Zustand fällt er bei eingelegter Fahrstufe (Automatik)
auf ca. 550U/min dabei hat er dann ca. 2,3bar.

vG
Detlef H.
 
Hallo Jürgen,

* Meine Idee mit der Kurbelgehäuseentlüftung ist so zu verstehen dass wenn die komplett zu/dicht ist (durch welchen Grund auch immer) der Druck im Kurbelgehäuse durch die Blow-By Gase so hoch wird dass es irgendwo das Öl hindrückt. Lass doch einfach mal den Motor ohne Ölmessstab laufen.

* Öldruck: Schliess mal ein Manometer am Ölfiltergehäuse an? Vielleicht hängt ein Überdruckventil?

* Bist du sicher dass kein ATF-Öl vom Automatikgetriebe über den Unterdruck-Anschluss an der Ansaugbrücke gelangt (passiert durch eine gerissene Membran des Moduliersruckgebers)?

Danach ist auch mein Latein am Ende... :confused:

Halte uns auf dem Laufenden

Gruss

Manuel
 
Hab jetzt noch mal deine Bilder angesehen...

- Lief der Motor ohne angeflaschtes Auto.-Getriebe? Dann kannst du Punkt 3 vergessen...

- Falls der Motor auch ohne den Schlauch der Kurbelgehäuseentlüftung lief kann man auch Punkt 1 vergessen...

Es grüsst ein ratloser Manuel
 
Hallo Manuel,
ja, der Motor lief ohne Getriebe und die Kurbelgehäuse-Entlüftung ist frei...
Ende dieser Woche werden die Kolben wieder demontiert und dann der Motor wieder zusammen gebaut. Sehr merkwürdig das Ganze. Ich hasse es etwas 2 x Mal zu machen!
Detlev : der Öldruck liegt bai knapp 3 bar nach 1 Std. Laufzeit, also ist die Betriebstemperatur dann erreicht.
Gruß
Jürgen
 
Hallo Jürgen,

ich hatte gerade in deinem Bericht gelesen, der Öldruck liegt bei
800U/min knapp unter 3bar.
Mein frisch gemachter Motor (jetzt ca. 5000km) liegt bei 800 U/min
immer bei 3 bar und das selbst wenn er heiß gefahren ist.
Im heißen Zustand fällt er bei eingelegter Fahrstufe (Automatik)
auf ca. 550U/min dabei hat er dann ca. 2,3bar.

vG
Detlef H.

Moin,

verhölt sich bei meinem kürzlich überholten M130 sehr ähnlich.

Ich hatte ja schon mal die Überdruckventile angesprochen: Habt Ihr denn die nun mal geprüft, Jürgen? Zu den meisten anderen Ideen finde ich hier antworten, aber der Punkt ist glaube ich noch offen.

Grüße
Marius
 
Hallo Marius,
in meinem Motor sind 2 Überdruckventile verbaut, 1 x in der Ölpumpe (neu) und 1 x im Block. Ich wüsste nicht wie man diese Ventile überprüfen könnte. Beide sind beweglich. In meinem W111 250Se/c ist nur ein Überdruckventil im Block verbaut. Ich denke aber, dass ein zu hoher Öldruck nicht dazu führen würde, dass sich in allen 6 Zylindern Öl sammelt. Im Block gibt es 2 Öl-Kanäle einer vor dem ersten Zylinder und einer hinter dem sechsten. Also bei zu hohem Öldruck könnte das Öl nur in diese 2 Zylinder gelangen. Oder mache ich da einen Gedankenfehler?
Gruß
Jürgen
 
Motoröl

Hallo Jürgen,

hast Du eigentlich den Fehler mittlerweile gefunden?
Die Lösung des Rätsels würde sicherlich nicht nur mich interessieren!

Grüße

Bernd