Oelwechsel

Zweifellos ist eine Hebebühne eine feine Sache. Aber man muss auch die Gegebenheiten dafür haben. Und man muss auch selbst Hand anlegen wollen. Beides ist nicht bei jedem der Fall. Und nach über zwanzig Jahren in und mit diesem Forum spielt ehrlicherweise auch für viele das Alter eine mitentscheidende Rolle bei der Frage, was möchte ich noch selbst erledigen - auch aus Bequemlichkeit. Es ist davon abgesehen auch gar nicht so einfach, eine Örtlichkeit zu finden, die überhaupt Schraubertätigkeiten zulässt. Viele mögliche Vermieter winken doch sofort ab, wenn sie "Autoschrauber" hören. Ich genieße seit über zwanzig Jahren das Glück, Herr über 280 qm und Hebebühne zu sein. Man gewöhnt sich so sehr daran, dass man zuweilen vergisst, welcher Luxus das ist. Der Nachteil ist, dass man gelegentlich doch darüber nachdenkt, dass die Fläche eigentlich noch ein weiteres Fahrzeug zulassen würde. Und dann stöbert man sich wieder durch die einschlägigen Internetseiten. Und wundert sich über die allgemeine Preisabwärtsspirale des Oldtimermarkts. Aber das ist wieder ein anderes Thema.

Gruß

Ulli
 

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Hallo,
das Absaugen durch das Rohr des Messstabes das ist möglich und durchaus verbreitet.
Nachdem ich mich vor wenigen Jahren rollender Weise wieder unter dem Auto wegbewegt habe,
war für mich der klassischen Ölwechsel durch Auslaufen lassen vorbei.
Für kleines Geld hatte ich mir so eine 12VDC Saugapparatur gekauft.
Bein ersten mal ausgelitert, und dabei festgestellt daß wirklich nur eine geringe Restmenge in
der Ölwanne zurückblieb.
Mittlerweile nutze ich für automobiltechnische Arbeiten wartungstechnischer Art einen Dienstleister.
Der ist wie üblich von unten tätig.
Für neuere Fahrzeuge eine Niederlassung.
Grüße
norbert
Vielen Dank Norbert.
Da war meine Idee doch nicht so abwegig.
Diese kleinen Elektropumpen sind hier bei Hobbyschraubern sehr beliebt.
https://www.amazon.de/YaoFaFa-Kraftstoffpumpe-Motoröl-Wechsel-ExtractorGeräuscharm-Aufbewahrungsbox/dp/B0DHCW3KHL/ref=pd_sbs_d_sccl_2_2/259-3218920-1352126?pd_rd_w=UUdO6&content-id=amzn1.sym.dbac70a2-92ad-4af7-93ba-377689664ce4&pf_rd_p=dbac70a2-92ad-4af7-93ba-377689664ce4&pf_rd_r=9DPYP6M7XB6566ENEJG2&pd_rd_wg=X8HTG&pd_rd_r=acddd8a2-292a-45d6-a603-4c7e14efb822&pd_rd_i=B0DHCW3KHL&th=1

Ich hab noch nie nur n Ölwechsel an ner Pagode gemacht. In der Regel ist sowas immer mit einem Schmierdienst und einer Durchsicht verbunden...
Problematisch beim Ölabsaugen ist, dass man bei vielen Autos trotzdem unters Auto muss, um den Ölfilter zu wechseln...
Vielleicht bei vielen die ich nicht kenne aber bestimmt nicht beim 280SL. Kennen Sie den?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab sicherlich genug Ölwechsel an 280SLs gemacht, der 280er hat natürlich durch den liegenden Filter die Eigenschaft das man den wahrscheinlich durchaus von oben gut raus bekommt, im Gegensatz zum 230er wo er steht... Aber trotzdem muss man irgendwas da drunter legen und glaub mir, von unten ist das erheblich einfacher als von oben... Und man kleckert auch nicht so viel drumherum voll :D

Es ändert aber auch nix daran, dass man in der Regel auch die Achsen freiheben und abschmieren muss und dann landet man doch wieder, wie auch immer, unterm Auto. Und wenn man da nicht mehr hin will, dann bringt einen keine Ölabsaugpumpe weiter, sondern die nächste KFZ Werkstatt...
 
Hallo,
noch eine Frage zum „Absaugen“: Wie bekommt ihr dann das Öl aus dem Ölkühler?
Bei den Fahrleistungen meiner Pagode wechsel ich alle zwei Jahre das Motoröl - dann aber immer mit Filter und Ölkühler. Klar, 1x pro Jahr ist besser.
Wenn ich keine Hebebühne hätte würde ich Auffahrböcke ausprobieren.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas
 
Hallo,
noch eine Frage zum „Absaugen“: Wie bekommt ihr dann das Öl aus dem Ölkühler?
Mit freundlichen Grüßen
Andreas
Andreas, nur das was in die Ölwanne unter dem Motor läuft das wird auch abgesaugt.
Es wird also eine kleine Menge im Ölfilter selbst, wenn er nicht ausgetauscht wird,
und im Ölkühler verbleiben.
Meine positiven Erfahrung hatte ich mit einem M127II gemacht.
Und der hat keinen Motorölkühler. Wieviel könnte beim Motorölkühler beim M130 verbleiben?
Da habe ich keine Ahnung, aber ´die Welt´ wird es nicht sein.
Grüße
norbert
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo -
natürlich hat Nobert recht mit dem Hinweis, dass nicht alle Pagoden eine Ölkühler haben. Sorry, mein Fehler.
Zur Ölmenge im Ölkühler schätze ich mindestens 0,5 L genau sollen es beim 280 0,7 L sein — gemäß der Pagode.info https://pagode.info/13.htm.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas
 
Hallo,
Mein Ölkühler (original) hat eine eigene Ablassschraube und wenn nicht (Nachfertigung ggf. ohne), könnte man auch den unteren Schlauch abschrauben.
...WRe
 
Kannst auch einfach drin lassen. Beim kompletten Ölwechsel bleibt eh ein halber Liter Öl im Motor. Ob da n halber oder n ganzer drin bleibt, macht bei den Fahrleistungen der Autos, der heutigen Ölqualität und den häufigen Wechseln eigentlich auch keinen Unterschied.
 
Wenn man dann noch zugrunde legt, bei wie vielen Autos die Dichtungen im Ölfiltergehäuse fehlen oder 100 Jahre alt sind, kann man den Öl- und Filterwechsel dann auch ganz lassen und nur das verbrauchte oder verlorene Öl ergänzen und mit Frischölautomatik fahren.
 
Das würde ich nicht empfehlen :D
Regelmäßiger Ölwechsel ist schon wichtig.
Das mit dem Ölfilter ist nicht ganz so wichtig, der Filtert auch als Nebenstromfilter und wenn son Motor einmal überholt und sauber ist, dann gibt es sowieso nicht so viel zu Filtern. Andere Motoren / Hersteller hatten gar keine Ölfilter. Bei Opel kamen die erst 1962... Mercedes hatte vorher wenigstens ne Drahtsiebspirale...

Bezüglich der Filterdichtungen hast du vollkommen Recht, die fehlen bei gefühlt allen Autos. Ich hatte die beiden Sorten immer auf Lager liegen und ich glaube ich habe einmal ne Pagode zur Wartung als Neukunde bekommen, wo da Dichtungen drinnen waren. Die war vorher mal beim Benzdoktor zur Inspektion :D
 
Moin und Gruß aus dem Urlaub @230SLblue ,

möchte mir kurz noch anfügen, dass der W113 noch als Grubenfahrzeug konzipiert wurde und es sich eigentlich verbietet, die Achsen mitsamt Motor-/Differenzialgewicht frei an einer 2-Säulen-Bühne baumeln zu haben.

Grube, 4-Säulen-Bühne (Rampen), Aiffahrböcke oder eine Heben der gesamten Achse mit einem 2t Wagenheber ist da sinnvoller.

Habe sogar den TÜV Prüfer dazu gebracht, die Achsen mittig auf seiner 4-Säulen Bühne anzuheben, um das Fahrwerk zu prüfen.

Da ist es also vielleicht besser eine ebensolche Bühne in der Nachbarschaft zu finden und Abschmieren und Flüssigkeitswechsel dort durchführen zu lassen...

Herzlichste Grüße
Oliver
 
"Grubenfahrzeug" :D
Ja, zur Zeit der W113 gab es eigentlich keine 2 Säulen Hebebühnen, sondern nur Arbeitsgruben und bei den OE Werkstätten kamen die ersten Unterfluranlagen. Da wurden die Autos drauf gefahren auf 2 Rampen und dann -auf den Rädern stehend- son halben Meter angehoben. Dann arbeitete ein Mechaniker oben und einer unten gleichzeitig dran. Unten war nicht selten ein ganzes Kellergeschoss "Unterflur", in der Regel dunkel, schwarz, dreckig und voller Altöl... Gruselige Arbeitsbedingungen für die Mechaniker von früher...

Klassische 2 Säulen Hebebühnen haben sich erst in den 70er/80er Jahren durchgesetzt...
Da bekamen die Autos dann auch ab Werk entsprechende Schwellerverstärkungsbleche / Aufnahmen...

Ich hab für normale Servicearbeiten Pagoden und R107er immer auf meine Scherenhebebühne gefahren.
 
Moin und Gruß aus dem Urlaub @230SLblue ,

möchte mir kurz noch anfügen, dass der W113 noch als Grubenfahrzeug konzipiert wurde und es sich eigentlich verbietet, die Achsen mitsamt Motor-/Differenzialgewicht frei an einer 2-Säulen-Bühne baumeln zu haben.
Herzlichste Grüße
Oliver
Es gibt aber auch Situationen bei denen der gesamte Fahrschemel inklusive des Motors beim Anheben nur noch an
den zwei Stoßdämpfern hängt. Ist so bei mir gewesen. Eine ´normale örtliche´ Werkstatt sollte mit 2014 wegen
der Schenna-Classic noch die Bremsbeläge wechseln.
Die haben festgestellt das die Aufhängung des Motor gerissen ist. Das wurde dann auch noch sicher erledigt, die
Niederlassung hatte das Teil vorrätig.
Später musste ich feststellen daß ich runde 10 Jahre mit der abgerissenen Motorhalterung herumgefahren bin.
Inklusive vieler Serviceleistungen einer Fachwerkstatt (Bremssättel, Radlager), bei denen das Fahrzeug auch
angehoben wurde.
Das beigefügte Bild, das entstand 9 Jahre vorher, im Jahr 2005 beim ´Fetten in Herold´. Wir hatten einen privaten Treff bei dem
die Schweller mit Mike Sanders und die Kotflügel innen mit (????) ich weiß es nicht meht ausgespritzt wurde.
Grüße
norbert
http://www.busch700.de/gallery/20050402_MIF_Herold/DSC_2493.html

upload_2025-8-5_11-20-18.jpeg
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

grundsätzlich ist es ja richtig, dass die Achslager, die sog Joghurtbecher, konstruktionsbedingt nicht für eine (dauerhafte) Zugbelastung vorgesehen sind. Aussagen, ein anheben per 2-Säulenbühne verbiete sich deshalb (generell), sind m E. jedoch maßlos überzogen. Bei intakten Lagern macht ein kurzzeitiges Anheben zum abschmieren oder Öl wechseln überhaupt nichts. Auch hängt das Gewicht des Fahrschemels dann nicht ausschließlich an eben diesen Lagern, denn der Fahrschemel hängt auch auch am hinteren Motor-/Getriebelager und an den vorderen Blattfedern.

Gruß

Ulli
 
Das Bild kenne ich, hatte ich auch schon :D Der Wagen stand aber eh auf der 2 Säulen Bühne zwecks Vollrestauration...
Die Belastungen im Testfahrzeugbetrieb bei den Fahrzeugen waren früher so hoch, wenn die Autos fit sind macht denen ein Anheben auf ner 2 Säulen Bühne aber auch nichts.
 
Das Bild kenne ich, hatte ich auch schon :D Der Wagen stand aber eh auf der 2 Säulen Bühne zwecks Vollrestauration...
Die Belastungen im Testfahrzeugbetrieb bei den Fahrzeugen waren früher so hoch, wenn die Autos fit sind macht denen ein Anheben auf ner 2 Säulen Bühne aber auch nichts.
Marc ich glaube nicht daß bei beiden Gummi beim Fahrbetrieb abgerissen sind. Das ist sicherlich irgendwann in
in den 12 Jahren vor der Aufnahme des Bildes auf einer Hebebühne geschehen.
upload_2025-8-5_16-31-9.jpeg
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

grundsätzlich ist es ja richtig, dass die Achslager, die sog Joghurtbecher, konstruktionsbedingt nicht für eine (dauerhafte) Zugbelastung vorgesehen sind. Aussagen, ein anheben per 2-Säulenbühne verbiete sich deshalb (generell), sind m E. jedoch maßlos überzogen. Bei intakten Lagern macht ein kurzzeitiges Anheben zum abschmieren oder Öl wechseln überhaupt nichts. Auch hängt das Gewicht des Fahrschemels dann nicht ausschließlich an eben diesen Lagern, denn der Fahrschemel hängt auch auch am hinteren Motor-/Getriebelager und an den vorderen Blattfedern.

Gruß

Ulli

Yep - deshalb sind 2 Bühnen das Optimum - 2-Säulen mit den Tellerhebern für den 25 Jahre alten BMW und 4-Säulen mit den Rampen für W113 und einem zusätzlichen Heber in der Mitte. Man muss ja sein Glück nicht herausfordern ...

Nichts für Ungut

Oliver
der noch eine Schrauberhalle in SH sucht und dort eine Bühne einbauen würde
 
"Optimum"?? Wenn schon dann ...
 

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Moin in die Runde,

Beiträge zu Motoröl gibt es ja mehr als ausreichend. Also egal wo, hier eine Frage:

Ich nutze bisher 15W40. Würde ich auch weiterhin machen. Aber....

...dieses Öl scheint kaum noch produziert zu werden. Bin heute erst bei verschiedenen Tankstellen, dann selbst bei Mercedes Benz gescheitert. Sie verkaufen das gar nicht mehr. Nur noch 5W40 etc.

Ist das ein saisonales Problem oder weiß da jemand mehr?

Liebe Grüße
Oliver