Mein Tacho schreit mich an

Hallo,
mal an alle, welche glauben mit dem hin- und hergeschiebe der Welle würde man auf Dauer was erreichen, das ist sicher erst mal die einfachste und günstigste Lösung, da keine Kosten. Kann jeder mal probieren. Wenn es funktioniert, hat er Glück und kann sich freuen.
Aber, bei mir hat es nicht auf dauer geholfen.
Kennt niemand das Geräusch ausgeschlagener Gleitlager bei kleinen Elektromotoren aus dem Modellbau? Genau das gleiche! Wenn eine Gleitlagerstelle ausgelutscht ist, treten diese "Schnarrgeräusche" auf.
Nachdem ich das Gegenstück in welches die Welle (Vierkant) geschoben wird, in seiner Lagerbuchse geschmiert hatte, war Ruhe.
Ich bin aber nicht Gott und weiß auch nicht für wie lange es funktionieren wird und ob der Nebeneffekt Ölnebel auf dem Glas nicht kommen wird.
Wenn mein Tacho beim Einstellen für die neue Hinterachsübersetzung ist, werde ich den Service darauf hinweisen und die können dann mal die Lagerung prüfen und einen Komentar dazu abgeben.
Mal schauen was bei raus kommt.
Gruß Götz
 
Carrerabahnautos!
Daher kenne ich das Geräusch!

Hatte die ganze Zeit schon überlegt...
 
Hallo
Hatte das gleiche Problem ,habe Drehzahlmesser vorerst gegen einen überholten getauscht und hatte Ruhe.
Habe mich dann auf der Veterama mit einem Tachüberholer unterhalten. Der meinte das Problem sei bekannt und nur durch Überholung bzw.neu schmieren der Wellen zu beheben.
Diese Aussage macht ja m.e. Auch Sinn denn die Tachos und Drehzahlmesser sind halt 40 -50 Jahre alt......Höchsttemperaturen im Sommer und Tiefsttemperaturen im Winter ausgesetzt.... Und da meine ich auch ,kein Fett hält ewig....besser mal nachschmieren.
Gehe demnächst mal bei meinem selber testen.
Gruß
Wernerwkj
 
Hallo Bernd,

deine Theorie, dass das "Geschrei" aufgrund einer Verkürzung der Seele durch Kälteschrumpfung entsteht, kann ich nicht so ohne weiteres nachvollziehen, da doch die Stahlummantelung in gleichem Maße schrumpft und es so zu keiner Relativbewegung zwischen Seele und Ummantelung kommt.
Trotzdem kann natürlich eine geringfügige Richtungsänderung der gesamten Drehzahlmesserwelle u.U. in manchen Fällen Linderung bringen.
Der Hinweis mit dem verharzten Lagerfett im Drehzahlmesser ist, könnte jedoch auch in manchen Fällen zutreffen. Vielleicht doch nicht nur eine Lösung?

In Vorfreude auf Bernds Antwort
Rolf
 
@ Rolf,
die Antwort lautet ganz einfach:

"Glaube es oder lasse es bleiben"

Gruß
BMB
Bernd
 
Hallo,
also ich bin sicher,wie auch andere Personen hier (mit einer Ausnahme) es liegt an dem DZM/Tacho und nicht an der Welle. So wie Rolf schon geschrieben hat, durch die Änderung der Wellenposition kann man eine kurzfristige Linderung erreichen, aber das eigentliche Problem bleibt.
Warum soll auch die Welle schrumpfen wenn doch im Motorraum ziemlich hohe Temperaturen herschen? Ich habe dieses Problem sowohl bei warmen als auch kaltem Motor gehabt.
Gruß
Jürgen
 
Liebe Leute,

aus eigener Erfahrung: Es kann an beidem liegen. Also am besten erst die Welle tauschen und wenn dann noch keine Ruhe ist, das Instrument überholen. Fertig.

Gruß

Ulli
 
Hallo Leute,

auch ich hatte das Problem des kreischenden Drehzahlmessers und der pendelnden Tachonadel. Nachdem ich die Instrumente sowieso ausbauen mußte, habe ich sie in einem Betrieb der eigentlich Instrumente für die Luftfahrt überholt, macht machen lassen. Auch hier wurde mir gesagt dass es das Problem der Gleitlager sind welche trocken und eingelaufen waren. Ist bei den Luftfahrtinstrumenten das gleiche.


Grüße
Peter

der nun wieder leise und ruhige Instrumente hat.:p
 
Hallo,
ich habe neue originale Wellen (DZM und Tacho) sowie überholte Instrumente und daher gibt es auch keinerlei Geräusche. Auch habe ich die Wellen nicht am A-Brett befestigt (wäre auch nicht Original ?).

Also wenn Selbstversuche, wie zuvor beschrieben, keinen Erfolg bringen, austauschen bzw. überholen lassen. Ich würde mit dem Instrument anfangen.

Gruß, Dieter
 
Hallo Zusammen,

man nehme ein handelsübliche Streichholz und breche ein ca. 5mm langes Stück ab, aber nicht das Ende mit dem Zündkopf :).

Diese Stück kommt in den Tacho und drückt die wackel Welle wieder fest, so das diese kein Spiel mehr hat.
Vorher kann man mit etwas WD40 die Tachowelle oelen.

Dann ist alles wieder leise.
 
Hallo Thoams,
ich wäre sehr vorsichtig. Mag sein, dass es funktioniert, aber bitte bedenke, wenn dieses Streichholzstück eine axiale Verspannung bringt, hast du folgende Situation:
1.) Die Welle wird axial verspannt, das bedeutet, in allen "Kurven" entlang der Tachowelle liegt diese mit Vorspannung an der Innenwand des Mantels an und reibt dort mehr als normalerweise. Auch wenn diese geschmiert ist, so ist das kein Vorteil für das System. Die Welle versucht sich einen längeren Weg im Mantel zu suchen. Ich hoffe das ist verständlich rüber gebracht.
2.) Die Welle drückt auch in den Tacho/Drehzahlmesser hinein. Das Gegenstück (Aufnahme der Wellenvierkants) im Instrument wird axial mehr als normal belastet. Ich bin mir nicht sicher, denke aber dass das für den Tacho/DZM nicht gut ist. Zumal die Instumente doch recht teuer sind.

Ich gebe aber zu, ein Vorspannen kann die Lagerluft beeinflussen und das Geräusch entsprechend reduzieren. Aber mit welchen Folgen auf dauer und zu welchem Preis dann evtl.

Dies ist meine Vermutung und auch nur Theorie.

Aber, die Idee ist vom Grundsatz her gut. Gibt es etwas Ähnliches nicht schon in unseren Autos? Ist deshalb nicht unter der Verteilerwelle auch eine Feder, welche das Spiel axial eliminieren soll?

Gruß Götz
 
hallo Götz

du fährst einen alten daimler und der ist nicht aus zuckerguss! die tachowelle / drehzahlmesserwelle hat axiales spiel und das gilt es zu beseitigen.
Die welle ist eigentlich so wie so defekt, also was willst du noch kaputt machen? Dem tacho / drehzahlmesser ist das kleine holzstück egal.

Ich habe das streichholzstück schon seit jahren bei mir drine, alles bestens.
wer kein holz nehmen will kann auch ein kleines kunststoff stückchen als anschlag benutzen.:hammer:
 
Hallo,

ich weiß das auch eigener Erfahrung als Pilot. Die Drehzahlmesser in den Fliegern sind die gleichen wie in den Autos. In einem war z.B. einer von Ford drinnen nur die Scala umgedreht und anders beschriftet. Das gleiche Problem haben auch die Kurskreisel usw. das die Lager mit der Zeit kaputt werden.

Gruß
Peter
 
meines erachtens gibt es nur ein hilfsmittel
und zwar den tacho beziehungsweise drehzahlmesser wenn sie heulen
auszubauen zerlegen und zu schmieren das ist die einzigste wirkungsvolleste methode
sternen grüße aus bw


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Moinsen!

Heute morgen habe ich wegen LEDs mit Peter Fett (Fett Tachodienst) telefoniert.

In dem Gespräch hat er erzählt, dass er regelmäßig
Tachos und DZM unserer Fahrzeuge wartet.

Er meinte, dass sich trockener Lauf der Welle im Instrument mit jaulenden Geräuschen ankündigen.

Sein Rat ist, das betroffene Instrument abzuklemmen um weitere Schäden zu verhindern.
Das Instrument muß gereinigt und neu geölt werden.
Er hat mich daran erinnert, wie alt das Öl in den Instrumenten unserer Fahrzeuge ist und das die Welle aus Stahl und die Führung Alu ist.
Wenn das heiß läuft, "schmiert das Alu" und der Schaden wird wohl schnell umfangreich.

Off-Topic
Interssant finde ich auch seine Erklärung, dass Tacho und DZM den gleichen Aufbau haben und sich ein Tacho in einen DZM umbauen läßt.

Gruß,
Jochen
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen,
bei meinem Auto hatte ich das gleiche Problem mit dem heulenden Drehzahlmesser bei niedrigen Temperarturen und bin dem jetzt mal nachgegangen. Wohlgemerkt ist der Drehzahlmesser von einem Spezialbetrieb überholt und die Welle durch ein Originalteil bereits ersetzt. Im Sommer gab es keinerlei Schwierigkeiten.
Als erstes habe ich mal die komplette Welle gefettet... hat nichts gebracht.
Ein Verschieben der Welle und Fixieren an der Schottwand hat immer nur kurzzeitig Abhilfe gebracht.
Dann habe ich die Welle künstlich verlängert, d. h. ich habe mit kleinen Unterlegscheiben am motorseitigen Drehzahlmesserantrieb das Axialspiel der Welle komplett herausgenommen, ohne dabei Vorspannung aufzubauen...hat auch nichts gebracht.
Das Einzige, was immer geholfen hat, war die Heizung einzuschalten und für genügend Wärme hinter dem Armaturenbrett zu sorgen! ... daraus schließe ich, dass ein sich verhärtendes Bauteil die auslösende Ursache sein muss.
Dass sich bei Temperaturdifferenzen im Armaturenbrett von ca. 15-20 Grad die Spaltmaße der Lagerung oder gar die Länge der Drehzahlmesserwelle signifikant ändern lässt sich über die Materialausdehnungskoeffizienten leicht nachrechnen und hat, wenn überhaupt, nur marginalen Einfluss. Auch Erwärmen sich bei der Wellendrehzahl die Lagerstellen im Drehzahlmesserantrieb und würden auch ggf. verhärtetes, altes Fett wieder zum Schmieren bringen.
Gut, wenn da absolut kein Fett mehr ist, frisst natürlich irgendwann die Lagerung, aber das ist dann ein völlig anderes Schadensbild mit anderer Ursache!
Zusammengefasst haben in meinem Fall also die Temperaturerhöhung dauerhaft, und die Lage der Welle nur temporär Abhilfe geschafft!
Mit dieser Erkenntnis ist die Drehzahlmesserwelle, im Bereich des Anschlusses an das Instrument, mit hoher Wahrscheinlichkeit der auslösende Faktor.
Jetzt habe ich den DZM einfach mal ausgebaut und mir den Bereich angeschaut. Dabei kam ich zu folgender Erkenntnis:
Das Gummi-Endstück der Welle ist das Teil, was am intensivsten mit seiner Flexibilität auf unterschiedliche Temperaturen reagiert!
Dann habe ich das Gummi-Endstück einfach von der Welle mal abgezogen (wie gesagt, das Gummi und die Welle sind noch neuwertig).
Jetzt habe ich die kritische Stelle entdeckt:
Dort wo die Spiralwelle aus der Spiralummantelung austritt sehe ich eine umlaufende, scharfe Kante, an der die Welle immer reibt! Dies natürlich umso stärker, je mehr die Spiralwelle, durch das bei kalten Temperaturen sehr steife Gummistück, in die Biegung gedrückt wird! Das erzeugt natürlich dann ein Vibrieren der Welle und überträgt sich 1:1 auf den Drehzahlmesser, der das ganze dann mit unschöner "Musik" quittiert!
Also habe ich meinen kleinen Dremel genommen und das Ende der Spiralummantelung so verrundet, dass hier keine scharfe Kante mehr existiert und eine eher flächige, gleitende Reibung entsteht. Dort kann sich dann auch Öl und Fett wieder gut halten! Eine scharfe Kante kann man bekanntlich nicht schmieren...
Nun alles wieder zusammengebaut und zur Sicherheit noch etwas Vaseline an den Drehzahlmesserantrieb (war aber vorher auch noch genug Schmierung vorhanden) und dann ab ins Auto.
Ergebnis: selbst bei den niedrigen einstelligen Temperaturen der letzten Woche absolut einwandfreier Lauf ohne jegliche Geräusche! Bin zufrieden und wollte diese Erkenntnisse gerne mit euch teilen.
LG Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Anbei noch ein paar Bilder von der letzten Entgrataktion vor Weihnachten. Der Erfolg war auch hier durchschlagend und nachhaltig!
Grüße Peter
 

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