Zylinderkopfdichtung für 230/250SL

Hallo in die Runde,

bei mir geht es um einen 280 SL. Leider mussten wir feststellen, dass das ruckeln ab 5000u/min nicht von der ESP oder den Einspritzdüsen kam, sondern von einer defekten Zylinderkopfdichtung.
Somit waren alle Einstellungsarbeiten und Tauschaktionen nicht zielführend. Da der Motor erst ~ 10-12Tkm nach der Revision gelaufen ist(Revision war vor 12 Jahren) kamen wir nicht auf die Idee, dass es an der Kopfdichung kiegen könnten. Obwohl der Lauf auf 5 Zylinder, nach längeren Stehtzeiten, in den ersten paar Minuten, uns hätte stutzig machen müssen. Dachen halt es wäre die Spritzversorgung....

Wie auch immer, nach dem Zusammenbau müssen wir festenstellen, dass der Motor eine dickere Dichtung benötigt, da er klingelt.

Vielleicht war die bisher verbaute Dichtung eine dickere Version. Der Motor hat schon das 2.Übermaß.

Habe schon mit Elbring telefoniert, die machen was man benötigt. Aber Mindestabnahme wären 3 Dichtungen, pro Zylinder Loch 50€, also 300.- je Dichtung und bis Lieferung 3 Monate....
Alte defekte Dichtung Fotos.

Gibt es Alternativen?

Habe jetzt bei Elmeso angefragt. In Wien gibt es anscheinend auch noch jemanden, versuche gerade herauszufinden wer in Wien die Dichtungen herstellt.
Wie ist Euer letzter Stand. Kennt Ihr jemanden oder möchte sich bei Elbring jemand beteiligen, falls ich keine andere Lösung finde?

Beste Grüße
RichardII
 

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Hallo Franz,

die Dichtigkeitsprobleme sind ein echter Schwachpunkt der "modernen" Zylinderkopf-Dichtungen.
Sind nur ganz schwer wirklich dauerhaft dicht zu bekommen.:verboten:
Das alte Asbest-haltige Material war einfach wirklich besser...

Schade drum ... Vielleicht sollten wir doch mal dickere Elrings machen lassen. Die halten dann auch
länger und "dichten" (hoffentlich) auch besser.

Gruß Achim

Hallo die Herren,
stimtdie Aussage von Achim wg. der alten Asbesthaltigen Dichtungen noch?
Die gibt es ja noch als NOS.
Grüße
Norbert
 
Aus meiner Zeit als ich noch Motore frisiert habe, höhere Verdichtung und... so
da hatte ich einen Lieferanten, glaube aus dem Koblenzer Raum, der hat gefertigt:
Verstärkt, Dünne Kupferplatte oben und unten,in der Mitte das übliche Material
Damit war dann Ruhe, keine Kofdichtung mehr durchgebrannt
 
Moin -

der letzte Eintrag zu dem Thema Zylinderkopfdichtung M127 und M129 ist ja jetzt schon 6 Jahre her.

Habe gerade meinen Kopf runter und die alte war dicht und ist in gutem Zustand.

Die Frage ist nun, welche von den aktuell (Sommer 2026) noch auffindbare ZKD ist die Beste:
  1. Mercedes-Benz A 129 016 15 20 (Preis ca. 540 EUR !)
  2. Elring 831.434 (Preis 75 - 180 EUR)
  3. Reinz 61-55441-00 (Preis 75 - 180 EUR)
  4. Goetze 25 22987 21/0 (Satz, Preis 75 - 180 EUR)

Interessanterweise ist die "alte" Dichtung aus dem Jahr 2005/2006 konstruktiv anders zu der gerade probe gekauften Reinz 61-554411-00.

Zum einen finden sich rund um die ein oder andere Öffnung nochmals zusätzliche Dichtmasse.

Zum anderen gibt es für die "Nut" im Zylinderkopf parallel zur Steuerkette eine andere Lösung. Bei der alten Dichtung ist dort eine erhabene Metall"feder". Bei der Reiz gibt es nur 2 Löcher an den beiden Enden. Oder ist einfach die schwarze Beschichtung über die Jahre ausgewaschen worden und die Hitze hat die Dichtung in diese Form gebracht ?

Welche Funktion hat diese "Nut" oder "Rille" ? Sie hat ja keine Entsprechung auf der Blockseite.

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Für sachdienliche Hinweise jedweder Art bin ich Euch dankbar.

Herzlichsten Gruß

Oliver

P.S.: Beide haben eine Dicke von 1,8mm.
 
Zuletzt bearbeitet:
Letztes Jaher bei einem m127 hat eine neue Elring gar nicht gepasst. Zuvor verbaute , ebenfalls Elring, passte 100%.
Vorne die drei M8 Gewindelöcher waren teils bis Hälfte von der Dichtung überdeckt..
Habe dann Reinz bestellt und die passte.
Funktion der Nut im Kopf erschliesst sich mir auch nicht...
 
Guten Abend -

dank' eines kleinen Zahlendrehers oder so - habe ich beim vdh noch eine NOS Goetze ASTADUR Zylinderkopfdichtung im kleinen Set (GOETZE 25 22987 21/0 mit ZKD 30-022987-00 (ASTADUR) = A 129 016 15 20) mit den anderen Kopfdichtungen bekommen. Alles schön verpackt in einer netten Schachtel.

So eine alte Zylinderkopfdichtung klebt sich auch wirklich in das Metall - hier ein Foto von meinem Ersatzteillager-Motor:
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Aber zurück zur ASTADUR ZKD - hier noch ein paar Infos der KI zu diesem Thema:
Die klassischen Astadur-Zylinderkopfdichtungen (Automobilbau)
Suchst du nach der Zusammensetzung der historischen "Astadur"-Dichtungen aus dem Kfz-Bereich, handelt es sich um ein Verbundmaterial. Diese Dichtungen bestanden klassischerweise aus:

  • Einem tragenden Zahnblechkern (Stahlträger).
  • Einer aufgewalzten Weichstoffmischung, die früher (je nach Baujahr der Dichtung vor den 1990er-Jahren) Asbestfasern enthielt. Bei neueren oder im Austausch produzierten Astadur-Dichtungen wurden die gesundheitsschädlichen Asbestfasern durch moderne, synthetische Ersatzfasern wie Aramidfasern (z. B. Kevlar) oder organische/anorganische Mineralfasern ersetzt, die mit Elastomeren (Gummi) gebunden sind.
Für die berühmten Astadur-Zylinderkopfdichtungen der Goetzewerke (Friedrich Goetze AG) gibt es keinen tagesgenauen "Produktionsstopp", da der Begriff Astadur bei Goetze über die Jahre für eine ganze Technologie-Familie stand. Der aktive Herstellungs- und Entwicklungszeitraum lässt sich jedoch historisch sehr präzise eingrenzen:
Der Zeitraum: Von ca. 1970 bis Mitte/Ende der 1990er-Jahre
  • Der Beginn (Um 1970 / Marktreife 1978): Die Entwicklung des speziellen Weichstoff-Metall-Verbunds begann bei Goetze in den 1970er-Jahren. Im Jahr 1978 veröffentlichte Goetze eine wegweisende Fachschrift zur „Weiterentwicklung von ASTADUR R-Material und dessen Bedeutung für die Nachzugsfreiheit von Zylinderkopfdichtungen“. Ab dieser Zeit wurden die Dichtungen in der Erstausrüstung (OEM) bei Marken wie Fiat/Lancia (v. a. bei den legendären Bialbero-DOHC-Motoren), VW, Audi, BMW und Mercedes-Benz im großen Stil verbaut. [1, 2, 3, 4, 5]
  • Die Hochphase (1980er-Jahre): In den 1980er-Jahren waren Astadur-Dichtungen (wie die Typen Astadur H 3016 oder H 3023) der absolute Industriestandard für leistungsstarke Motoren. Ihr großer Vorteil war die molekulare Vernetzung unter Betriebswärme, wodurch das damals übliche "Nachziehen" der Kopfschrauben nach den ersten 1.000 Kilometern überflüssig wurde. [1, 2, 3]
  • Der Technologiewandel & das Ende (1990er-Jahre): In den 1990er-Jahren änderte sich der Motorenbau drastisch. Zum einen stand der Ersatz von Asbestfasern im Vordergrund (Goetze entwickelte hierfür die asbestfreien Nachfolger Astadur AF). Zum anderen wurden die klassischen Weichstoff-Zahnblech-Dichtungen zunehmend durch moderne MLS-Dichtungen (Multi-Layer Steel / Mehrlagen-Stahldichtungen) ersetzt. Bis Ende der 1990er-Jahre lief die Produktion der klassischen Astadur-Linie für moderne Serienfahrzeuge weitgehend aus. [1, 2, 3]
Heutiger Status:
Goetze (heute eine Marke des Automobilzulieferers DRiV / Tenneco) produziert zwar weiterhin Zylinderkopfdichtungen, nutzt dafür jedoch die aktuellen Metall-Lagen-Standards. Originale Astadur-Kopfdichtungen, die man heute noch kaufen kann, stammen fast ausschließlich aus NOS-Beständen (New Old Stock / alte Lagerbestände) für Oldtimer und Youngtimer.
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Herzlichen Gruß
Oliver
 
Gleichzeitig ist aber ein anderes Thema in den letzten Wochen aufgetaucht. An dem "Hochwasser"-Motor, original MB AT M129 Motor, findet sich eine ZKD mit 1 (!) Kerbe. Leider konnte ich weder Hersteller noch Teilenummer an dem Ding bisher finden.

Bisher dachte ich:
Normalverdichtung = A 129 016 13 20 bzw. A 129 016 15 20 = 2 Kerben
Niederverdichtet = A 129 016 14 20 bzw. A 129 016 16 20 = 3 Kerben

M129_Hochwasser_ZKD_1Kerbe.jpg


Wer weiß etwas über 1kerbige ZKDs ?


Herzlichen Dank

Oliver