Hinterachsgetriebe Öl wechsel

Kaufen was Martin empfiehlt.
Von mir überholte Achsen bekommen immer Martins Mobil Liquid
Eine weitere eben überholt..
 

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Ein GL-5 ist per se Hypoidgeeignet. Du kannst im Prinzip jedes nehmen.

Es gibt keinen Grund, warum man an der Stelle kein Mehrbereichsöl nehmen sollte.

Ich würde in jedem Fall ein Synetheseöl nehmen. Hypoid muss nicht zwingend drauf stehen, wenn es GL-5 ist.

Ich nehme Delvac1 75W-90, das gibt es nur in großen Mengen. Alternativ gibt es https://www.mobil.com.de/de-de/industrial/lubricants/products/mobilube-1-shc-75w-90 in 1 Liter-Flaschen.

Ergänzung:
Das hat eine echte MB Freigabe DTFR 12B140. https://bevo.mercedes-benz-trucks.com/sheet/DTFR_12B140/en

DTFR 12B140 ist ausdrücklich für Hypoidgetriebe mit großem Achsversatz vorgesehen. In der Daimler-Truck-Bevo ist DTFR 12B140 = frühere MB 235.8 als „Getriebeöle (Hypoidgetriebe)“ aufgeführt.

"API GL-5“ beschreibt die Leistungsanforderung, während „Hypoid“ meist eine Anwendungsbeschreibung auf dem Etikett ist.

Gruß, Martin
 
Zuletzt bearbeitet:
So, habe jetzt folgendes bestellt: Liqui Moly Getriebeöl GL5 SAE 75W-90 vollsynth. Ganz herzlichen Dank noch einmal @MartinK

Viele Grüsse
Nils
 
Das geht bestimmt, hat aber, so wie ich das sehe keine eine echte Herstellerfreigabe. Ich achte immer darauf, dass das Öl zumindest irgend eine passende MB-Freigabe hat. Nicht "empfohlen für" oder "entspricht", sondern "Freigabe". Dann ist sicher gestellt, dass es im Mindesten ein gewisses Qualitätslevel hat. Der Preis zwischen einem echten Premiumprodukt wie z.B. Mobil SHC oder Shell und anderen Anbietern ist bei den Mengen einer Pagode völlig zu vernachlässigen.
 
Bei Herstellerfreigaben muss man unterscheiden zwischen "Freigegeben nach Blatt XYZ", dann steht das Produkt auch genau in der MB Bevo die man im Netz einsehen kann drin und "entspricht Freigabe Blatt XYZ".

Ich kauf an Öl immer das günstige. Verglichen mit moderneren PKWs hat das bei ner Pagode ja auch nichts zu leisten, weder im Motor noch im Getriebe noch in der Hinterachse oder Servolenkung... Wenn man Öl bei Aral kauft, oder von Ravenol, dann bekommt man was höherwertiges. Bei den üblichen Markenprodukten wie Castrol, Liqui Moly, Rowe, da ist genau wie bei den Billigprodukten gefühlt ziemlich das Gleiche drinnen...
 
Jetzt waren gerade alle Unklarheiten beseitigt :doh:

Nichts für ungut -
Oliver
 
Zuletzt bearbeitet:
Weil's halt Bullshit ist. Es tut doch nicht weh, etwas mit echter Freigabe zu kaufen. Der Preisunterschied ist marginal. Der Hinweis "entspricht Bevo Blatt xxx" ist halt keine Freigabe, sondern der Hersteller sagt von sich aus, das ist gut.

Das Öl muss natürlich weniger leisten als bei modernen Autos, die permanent mit 110 Grad Wasser und Öl fahren. Dafür haben Pagoden eine systembedingt höhere Ölverdünnung.

Bezogen auf die Hinterachse gehört halt GL-5 rein. Wie ich sagte, prinzipiell geht alles. Ich habe aber schon die Erfahrung gemacht, dass mit einem soliden Getriebeöl aus einem guten Grundöl mit einem hohen Viskositätsindex von 150 und mehr, die Getriebe einfach leiser sind.

Einfach probieren.

Natürlich repariert ein Öl keine Getriebe, aber wenn es stabiler ist, schadet es nicht.
 
Bezüglich des Preises bei einer Pagode, da hast du Recht.
Ich hab früher Öl Fassweise gekauft, da ist das schon interessanter...

Vor allem wo es noch die Marotte gab, Öl in die KFZ Werkstatt mit zu bringen, sind 2€ am Preis dann durchaus auch bei Mercedes Fahrern die Frage gewesen, ob man überhaupt was verkauft...
 
Oma sagte oft sinngemäß: „von Wohlhabenden kann man das Sparen lernen.“

Für deren nachfolgende Generationen gilt das nicht in jedem Fall.
 
Man kann sich auch tot sparen.
Reich wird man nicht in dem man spart, sondern in dem man Geld verdient....
 
Wohlhabend wird man aus der Differenz zwischen Erwirtschaftetem und Ausgegebenem (sehr grob formuliert).
Natürlich stimme ich dir inhaltlich zu.
Aber wir verlassen das Thema des Threads und sind nicht im Stammtisch, darum klinke ich mich aus und überlasse den technischen Experten das Feld.
LG Eberhard
 
Moin -

hier noch ein Throw-Back ins Jahr 1971 aus dem Service Information Bulletins Sammelsurium drüben in den Flipbooks des vdhs.

Mercedes-Benz ist mit den Ölen und Schmiermitteln immer mit der Zeit gegangen: Mit dieser Mitteilung (MBNA SI 131 aus dem Jan. 1971) sind die Hinterachs-Ölfreigaben, die in den Bedienungsanleitungen des W113 von 1964-1970 standen, kassiert worden - zugunsten modernerer Öle.

Screenshot 2026-10-12 071254.png

Guten Start in die Woche

Oliver
 
Guten Abend,
in die Hinterachse gehört in jedem Fall ein Öl mit API GL-5. GL-4 reicht nicht. Nicht genug EP-Additive (EP = extreme pressure). Grund ist der hohe Achsversatz zwischen Tellerrad und Ritzel. Die Schmierstoffspezifikation von MB ist 235.0. Wenn man mal schaut, welche Produkte MB freigegeben hat, handelt es sich allesamt um GL-5. Zwischen den Hypoidzahnrädern des Differentials herrscht Mischreibung durch Mangelschmierung, weil das Öl herausgedrückt wird, das müssen Additive auffangen.

Ob man ein mineralisches Einbereichsöl SAE 90 GL5 (z.B. von Ravenol) oder ein freigegebenes mineralisches Mehrbereichsöl 85W-90 GL-5 (z.B. von Liqui Moly )verwendet, ist m.E. egal.

Es gibt auch synthetische 75W-90 mit GL-5 mit MB-Freigabe und Rückwärtskompatibilität und Diskussionen darüber, ob die wirklich rückwärtskompatibel sind.
Eine Werkstatt hat das in meinen W124 eingefüllt, habe dann Differentialheulen kassiert und silbrig verfärbtes Öl (Abrieb), und bin zum mineralischen SAE 90 zurückgekehrt. Das Differential wird jetzt langsam wieder leise. Ob die Eingelenkpendelachsen auch so reagieren, kann ich nicht sagen.

Ich habe sonst mit synthetischen Getriebe-/Transaxleölen excellente Erfahrungen gemacht, z.B. in VW-Getrieben mit der VW-Spec G...(GL-4/5). Null Verschleiß, kein Abrieb nach über 250 000km beim Ölwechsel, Getriebe halten über 500.000km. Die sind für diese Öle konstruiert. Aber die Hinterachse in unseren Fahrzeugen nicht.

Aber die Getriebe der Pagode kommen mit dem synthetischen Getriebeöl mit MB 236.2 super zurecht (z.B. Liqui Moly Toptec 1200 ), sehr leichte Schaltbarkeit (besser als mit dem 1100 mit dem freigegebenen MB 236.1), aber höhere Tendenz zu Leckagen. Zerlegung des Getriebes nach 57 000km hat keinen Verschleiß erbracht außer etwas Lagerverschleiß.

Viskosität und Additivierung von Getriebeölen werden vor der Konstruktion festgelegt, weil man sich widersprechende Anforderungen von Synchronringen, Wälzlagern und Zahnrädern unter einen Hut bringen muss. Zahnräder wollen möglichst gar keine Reibung, Wälzlager und Synchronringen brauchen Reibung.