Projekttagebuch Restauration 250SL Automatik

Hallo, Justin,

versuch es mal hier:

https://www.metallveredlung-rinteln.de/

Hat sowohl bei der Pagode als auch bei der Flosse sehr gute Arbeit abgeliefert. Der Tipp kam damals über einen Forumskollegen aus der Oldtimer-Motorradfraktion, für die Lange wohl viele filigrane Zinkdruckgussteile verchromt hat, die andere gar nicht anpacken. Preise waren zumindest damals auch sehr fair. Ist aber schon 15 Jahre her...

Gruß

Ulli
 
Frag mal bei Karasch an, ich hatte da vor paar Jahren für meinen 280SL Teile von neu gekauft, das war preislich nicht so der Rede wert...
Gescheit nachverchromen kann man die Teile rein technisch nicht.
 
Hallo, Justin,

versuch es mal hier:

https://www.metallveredlung-rinteln.de/

Hat sowohl bei der Pagode als auch bei der Flosse sehr gute Arbeit abgeliefert. Der Tipp kam damals über einen Forumskollegen aus der Oldtimer-Motorradfraktion, für die Lange wohl viele filigrane Zinkdruckgussteile verchromt hat, die andere gar nicht anpacken. Preise waren zumindest damals auch sehr fair. Ist aber schon 15 Jahre her...

Gruß

Ulli
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen das Andreas Lange top Arbeit abliefert. Er hatte einerzeit den kompletten Chrom bei meinem 220 S Coupe gemacht. Nicht der preiswerte Jakob aber das verlangt ja auch keiner. Das einzige was zu erwähnen ist, sind die sehr langen Bearbeitungszeiten aber vielleicht ist das inzwischen besser geworden. Viel Erfolg un LG Thomas
 
Ging es nicht um die geriffelten" Teilen am Armaturenbrett, welche nicht mehr so exakt sind? Das bekommt doch ein anderer Betrieb im Nachhinein auch nicht mehr hin; da bleibt doch nur die Suche nach besseren Ersatz - oder?
Ich würde sagen, so genau schaut man sind das später eh nicht mehr an.
Noch gutes Gelingen - Gruß Andreas
 
Danke euch für die Tipps! Ich frage nächste Woche mal bei Metallveredelung Rinteln an.

Ging es nicht um die geriffelten" Teilen am Armaturenbrett, welche nicht mehr so exakt sind? Das bekommt doch ein anderer Betrieb im Nachhinein auch nicht mehr hin; da bleibt doch nur die Suche nach besseren Ersatz - oder?
Ich würde sagen, so genau schaut man sind das später eh nicht mehr an.
Noch gutes Gelingen - Gruß Andreas
Wir haben die Teile doppelt. Und haben ein "Probeteil" verchromen lassen... :)

Da ich grade etwas Zeit haben, berichte ich euch von unserem "Problem", siehe Gesuch nach einer Heckklappe.
So wie es ausschaut war das Auto, nachdem man das Heckblech Ende der 70er Jahre neu reingebraten hat, ca. 5mm zu kurz. Deshalb wurde die Heckklappe kurzerhand "angepasst" und nach innen gebogen...
Jetzt wo das Auto auf der Rahmenlehre quasi neu zussammengesetzt wird, ist
das Heck wieder in Originallänge.

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Der Karosseriebetrieb hat es mit einer anderen Haube probiert - passt. War eine große Erleichterung.

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Die A-Säule kommt als nächstes dran.

LG Justin
 
Neues vom Sorgenkind. Heute war ich mal wieder da.

Schaut doch alles super aus. :) Macht Freude zuzusehen, wie alles wieder zu gesundem Blech wird.
Besonders freut es mich, dass der Tausch der A-Säule funktioniert hat.
Der neue Längsträger vorne links ist auch schon drin (wurde vor dem Einbau gestrahlt und grundiert). Dieser wird noch für den "kleinen" BKV umgearbeitet, die Wölbung nach unten kommt weg.

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LG Justin
 
Der neue Längsträger vorne links sitzt!
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Die späte 280er spezifische Vertiefung für den BKV ist verschwunden... ;)
Der Karosseriebauer hat das Oberteil des Alten Längsträgers dort eingesetzt.
Bin sehr zufrieden!

Zum Vergleich vorher:
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LG Justin
 
Hallo zusammen,

einiges an Fortschritt.

Heck ist soweit fertig, Anprobe Radläufe:
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Front nun auch, bis auf die Beplankung fertig:
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Instandsetzung Gewindeinsatze Motorhaube (neue Gewindeeinsätze gibts bei SLS auf Anfrage, sind nicht im Shop gelistet):
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Eins der größten Problempunkte auch sauber behoben, die durch den Unfall wellige und unschöne Spritzwand.

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Nachher:
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Kann sich doch sehen lassen!

In ca. 2 Wochen ist die Karosse fertig.

In der Zwischenzeit sammeln wir fleißig Teile für die Achsrevision und bereiten einige Teile zum verzinken vor.

Der Tank ist beim chem. Entlacken innen komplett sauber geworden. Außen komischerweise nicht.

Bis dann!

LG Justin
 
Kurzes Update:

Letzte Züge im Karosseriebau. Hardtop passt. Scheinwerferringe passen. Schnauze ist komplett. Heck ist fertig.
Bodenbleche müssen noch komplettiert werden. Dafür muss die Karosse von der Richtbank runter.
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LG Justin
 
Hallo zusammen,

lange haben wir nichts mehr von uns hören lassen. Es ist auch nicht viel passiert durch Urlaub.

Letzter Stand Karosseriebau:
Bodenbleche alle fertig, Karosseriebau abgeschlossen. Hardtop passt. Die Karosse wartet auf die Grundierung. Das Foto ist nicht der letzte Stand, bitte nicht wundern.
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Wir haben einen guten Verchromer in den Niederlanden gefunden, der die Riffelung richtig schön hinbekommen hat. Er hat uns ein Musterteil gemacht, wir sind sehr zufrieden:
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Weiterhin revidieren wir Kleinteile, untenstehend die revidierte Schaltkulisse und die Übertragungsstange. Hier ist alles an Buchsen neu. Der Gummidämpfer der Stange wurde natürlich auch erneuert. :)
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Hoffe bald mal wieder mehr zeigen zu können. Die Finger jucken schon, wir wollen endlich zusammenbauen!

LG Justin
 
Zuletzt bearbeitet:
Guten Morgen,

aktuell ist Veterama, wir waren gestern schon da und fahren heute nochmal hin. Den Traum vom NOS Prallpolster am Lenkrad kann ich nicht aufgeben. Vielleicht mache ich ja einen Zufallsfund. Oder hat jemand von euch ein frühes Prallpolster in Schwarz? Muss neu sein.

Gestern gab es Bilder aus Polen. Das Fahrzeug ist komplett grundiert, die Massepunkte sind vorher abgeklebt worden.
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Die Handbremse ist nun auch fertig. Mein Lackierer hat sie zweimal lackieren dürfen: Erst von innen, dann mechanische Montage inkl. dem Stift verstemmen, dann von Außen. Zu groß war die Gefahr, dass bei der mech. Montage Kratzer enstehen.
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Kratzer sind ein gutes Stichwort. Lange hat uns das Thema Lackschutz beschäftigt. Bei Montagearbeiten kann dann doch mal ein Schraubendreher abrutschen oder man bleibt am Lack hängen.
Bei HK Engineering habe ich gesehen, dass die Autos zur Montage komplett in ein Klebeband eingepackt werden. Also dort angerufen und nachgefragt.
Das Klebeband, welches dort verwendet wird, heißt Scapa Cover Guard und wird, unter anderem, von den OEMs genutzt, um Stoßstangen beim Autotransport anzukleben. Im Gegensatz zu Folie kann es auch auf frischen Lack geklebt werden, da es atmungsaktiv ist (machen wir aber trotzdem nicht).
Grob ausgerechnet, wieviel wir brauchen und bestellt. Ist kein günstiger Spaß (ca. 350€ für das ganze Auto), aber besser Vorsicht als Nachsicht.
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LG Justin
 
Also ich habe so im groben 1 Macke / Kratzer pro zusammengebautes Auto produziert. Meistens lässt sich aus ausbessern / rauspolieren...
Wenn es sich auspolieren lässt, drin lassen bis der Kunde es später findet...
 
Hallo zusammen,

die Lackvorbereitung dauert weiterhin an. Die Teile werden natürlich im montierten Zustand nochmal mit der Karosse zusammen geschliffen, damit die Linien passen.
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Weiterhin habe ich den BKV und Servolenkgetriebe von Sead zurückbekommen. Top überholt zu einem fairen Preis.
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Der Hauptbremszylinder ist NOS von ATE, wir haben ihn der Sicherheit halber nochmal neu abdichten lassen.
Hier gibt es verschiedene Ausführungen. Der frühe 250SL hat die gleiche Ausführung wie der 230SL, allerdings hat das Bodenventil eine Bohrung, damit der Bremsdruck bei der Scheibenbremsachse komplett abgebaut wird. Die Bohrung ist gut auf dem Foto unten zu sehen.
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LG Justin
 
Vorsichtig mit der Verzinkerei von Sicherheitsrelevanten Schrauben / Bauteilen...
Beim nachträglichen Verzinken, grade von hochfesten Stählen / Schrauben kann es zu Wasserstoffversprödungen kommen und in Folge dessen zum Versagen der Bauteile.
Deshalb ist das aus gutem Grund nicht zulässig und bei einem kompetenten Prüfer führt das zum Nichtbestehen der Hauptuntersuchung...
 
Vorsichtig mit der Verzinkerei von Sicherheitsrelevanten Schrauben / Bauteilen...
Beim nachträglichen Verzinken, grade von hochfesten Stählen / Schrauben kann es zu Wasserstoffversprödungen kommen und in Folge dessen zum Versagen der Bauteile.
Deshalb ist das aus gutem Grund nicht zulässig und bei einem kompetenten Prüfer führt das zum Nichtbestehen der Hauptuntersuchung...

Tatsächlich ein wichtiger und berechtigter Punkt.
Wasserstoffversprödung entsteht besonders beim Beizen im Zinkprozess.
Um den Beizprozess so kurz wie möglich zu halten, sind die Teile, bevor ich sie zum verzinken gebe, blitzeblank gestrahlt.
Nach dem Verzinken werden sie getempert.
Außerdem nehme ich mir immer eine Schraube + Mutter und teste diese mit einem Drehmomentschlüssel bis zum Versagen. Bisher konnte ich keine Auffälligkeiten entdecken.

Schrauben mit einer höheren Festigkeitsklasse wie 8.8 gehen nicht mehr zum verzinken sondern werden ersetzt. Die meisten Schrauben mit einer höheren Festigkeitsklasse waren damals auch nicht verzinkt, sondern nur phosphatiert (z.B. die 3 Schrauben Lenkgetriebe am Längsträger, Befestigung Lagerung der Querlenker vorne am Achsträger, etc.)...

Ganz ohne Neuverzinken gehts in einer Komplettrestauration dann auch nicht... ;)

LG Justin
 
Ich hab mal ne Achse für nen Kunden zusammen bauen sollen, der hat die Querlenkerlagerungen und Buchsen gelb verzinken lassen. Die sind mir quasi beim Einbau "zerbröselt". Die sind eigentlich aus gehärtetem Stahl, da konnte man mit nem Sägeblatt so reinsägen und die waren nicht einmal montierbar. Hab sie weggeworfen, mussten neu, damals 1.600€...

Bei den Sportwagen wie Lotus, Caterham, etc. war es mal ne Zeit lang in Mode, die Vorderachsteile / Querlenker zu verchromen. Das war so in den 70er/80er Jahren. Die Teile sind in Folge von Wasserstoffversprödung gebrochen und es kam zu ein paar schweren Verkehrsunfällen. Darauf hin gab es die Dienstanweisung an die TÜV Prüfstationen (andere gabs ja nicht) dass das nachträgliche galvanische Behandeln von Sicherheitsrelevanten Fahrzeugteilen ein Erheblicher Mangel bei der Hauptuntersuchung ist. Faktisch wurde das damit verboten. Ebenso das nachträgliche Verchromen oder Verzinken von Felgen.

Wenn du Bremssättel überholen lässt, bzw. in der Praxis im Austausch bestellst, bei gescheiten Firmen wie ATE z.B. dann bekommst du die Schrauben / Muttern der Sättel, die in der Regel hochfest sind, in blankem Stahl, also nicht neu verzinkt. Auch die Bremsenfirmen denken sich dabei etwas...

Also bitte nicht alles -wie ich das selbst bei renommierten Restaurationsfirmen gesehen habe- pauschal zum verzinken geben, damit alles golden glänzt...
Vor allem keine Sicherheitsrelevanten Bauteile und Schrauben / Muttern / Unterlegscheiben in der Festigkeitsklasse über 8.8 Also vor allem Dinge wie Bremssattelschrauben, Achsschrauben, Querlenkerlagerungen, Achsschenkellagerungen, Lenkungshebel und Lenkungszwischenhebel, wie grade schön genannt wurde die Schrauben vom Lenkgetriebe, etc.
Und immer dran denken, zur richtigen Schraubengüte gehört auch die gleiche Güte der Mutter UND der Unterlegscheibe. Ne Karosserieblechscheibe gehört nicht unter eine Verschraubung der Güte 8.8...
Das kann ins Auge gehen... Hecke auf, Hecke zu...