goldhamme_rulez
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Hallo zusammen -
in meinem anderen Thread zu meinem eigentlichen 250er AT Motor ist es ja bereits angeklungen, dass ich mir ein Ersatzteillager beschafft habe.
Kurz etwas Hintergrund:
Der Motor stand wohl seit Anfang der 1980er Jahre neben einem abgebrochenen W113 Restaurationsprojekt. Nach einer Sturzflut und Hochwasser im Jahr 2024 wurde alles veräußert an ein anderes PT Mitglied. Ich habe den teilweise schon geräuberten Motor Anfang des Jahres erworben.
.
Mittlerweile ist er so gut wie vollständig zerlegt und zu 80% gereinigt.
Hier die Eckdaten:
Jetzt zu den gefundenen Fehlern und vermuteten Hintergründen der Außerbetriebnahme des Hochwasser Motors:
Und so wird für mich ein Schuh draus - entweder der Motor lief vorher schon nicht mehr ganz gut (Ventilspiel, gebastelter Thermoschalter) oder es wurde erst nach dem Verbiegen der Zwischenwelle mit dem Basteln angefangen, letztlich egal. Der Fremdkörper hat Steuerkette blockiert -> Zwischenwelle verbogen -> Steuerzeiten aus dem Tritt -> Motor ausgebaut.
ABER aufgemacht hat man ihn dann wohl nicht, sonst wäre er zerlegt in der Ecke gelandet. Denn es finden sich innen keine Spuren einer Überarbeitung.
Mein Plan ist nun das Material aus diesem Motor zu nutzen und einen guten M129 zusammenzubauen. Mein M129 Ü06 ist ja material-mäßig so gut wie am Ende.
Freue mich auf Euer Feedback, Einwürfe, Rückfragen, Hinweise etc. - mehr Medien passen kaum in einen Post.
Herzlichen Gruß
Oliver
P.S.:
Habe aber schon angefangen nach den enstprechenden Ersatzteilen zu schauen - interessanterweise dürften Kolbenringe das Schwierigste sein. Und Lagerschalen im Standardmaß sind noch seltener als für Reparaturstufen - das Hauptlager im Hochwasser Motor sieht aber deutlich gleichmäßiger abgenutzt nach wer-weiß-wievielen-km aus (war ja auch Automatic) als das meines M129 Ü06 nach nur 5.000km.
in meinem anderen Thread zu meinem eigentlichen 250er AT Motor ist es ja bereits angeklungen, dass ich mir ein Ersatzteillager beschafft habe.
Kurz etwas Hintergrund:
Der Motor stand wohl seit Anfang der 1980er Jahre neben einem abgebrochenen W113 Restaurationsprojekt. Nach einer Sturzflut und Hochwasser im Jahr 2024 wurde alles veräußert an ein anderes PT Mitglied. Ich habe den teilweise schon geräuberten Motor Anfang des Jahres erworben.
.Mittlerweile ist er so gut wie vollständig zerlegt und zu 80% gereinigt.
Hier die Eckdaten:
- Motornummer 129 980-12-023437 (M 129.980 "I") - d.h. eigentlich identisch zum Pagodenmotor M129.982 einzig der Antrieb für den mechanischen Drehzahlmesser fehlt.
- Motor hatte den empfohlenen Umbau auf offene Kurbelgehäuseentlüftung (WHB 01-2/7) - vielleicht wurde er viel in den kalten Gegenden bewegt ?
- Drosselklappe, Zündverteiler und ESP passen zum Motor
- Die ESP ist nach so langer Zeit fast komplett fest (5 von 6 Stößeln)
- Motor wurde wohl seit der Inbetriebnahme nicht überarbeitet:
- Kopf hat noch die Ursprungshöhe 85.00 mm
- Kolben sind Mahle 82V37 mit Standardmaß 82.00 mm

- Kurbelwelle hat auch noch Standardmaß 60.00mm (gemessen 59.98 mm)
- Alle Schrauben, insbesondere auch die Kopfschrauben, dürften die ursprünglich Bauform haben (z.B. die besonderen Scheiben der Kopfschrauben oder die Pleuelschraubenmuttern ...)
- Simmerring an der Vorderseite der KW sieht auch sehr altertümlich aus
- ursprüngliche Ölwanne (große Inbus Ablasschraube)
- Einzig die Ölpumpe passt nicht ganz ins Bild:
- hat die ET# A108 180 01 02
- im EPC sind aber nur
- A108 180 01 01 (bis 980-10-023146 bzw. 980-12-019641)
- bzw. A114 180 03 01 (ab 980-10-023147 bzw. 980-12-019642) hinterlegt
- es wäre also eine A114 180 03 01 zu erwarten
- Da andererseits A108 180 01 02 im EPC nicht auftaucht, gehe ich davon aus, dass diese eine Art Zwischenentwicklungsstufe war und das EPC hier mind. eine Umschlüsselung ausgelassen hat
- Ölpumpen sind eh ein Thema für sich - so scheint es mir
- Bonusfrage: Der Ölfilter ist von MANN (an meinem anderen Motor ist der von KNECHT) - wer weiß, wann und wie heir die Zulieferer gewechselt wurden ?
- Bonusfrage #2: Die ZKD hatte nur 1 Kerbe - hat dies etwas zu bedeuten ?
Jetzt zu den gefundenen Fehlern und vermuteten Hintergründen der Außerbetriebnahme des Hochwasser Motors:
- Im Ölkreis des Kurbelgehäuses habe ich, nach all den Jahren, 16-18l Wasser-Öl-Mix, die sogenannte Mayonaise gefunden. Zunächst dachte ich, dass der Motor damals einen Hitzetod durch Riß im Block gestorben ist. Denn die Zylinder selbst waren recht wenig oxidiert - mit der Ausnahme von Zylinder #3 und ich dachte mir, wie soll denn das Wasser dahinein gekommen sein, wenn es nicht von oben über den Kopf runter gelaufen ist. Das Hochwasser stand wohl nur bis maximal Oberkante Kurbelgehäuse, denn der Kopf zeigte kaum Wasserspuren. Aber die KI hat mir dann den Ratschlag gegeben, dass a) wahrscheinlich das Ölfiltergehäuse nicht geschlossen war und b) der Simmerring zwar von Innen -> Außen gut dichtet, aber nicht wenn der Flüssigkeitsdruck von Außen kommt (sprich eine Art Rückschlagventil). So oder so - ich habe bis jetzt keinen Riss im Block gefunden, deshalb gehe ich davon aus, dass das Wasser nach >30 Jahren Standzeit erst 2024 eingedrungen ist. Letztlich war aber der Ölteil des Kurbelgehäuses damit auch so voll, dass es dort kaum/keinen Rost gibt.
Und so sieht das aus, wenn die beiden Phasen abgelassen werden:

- Thermoschalter für das Kaltstartventil wurde ersetzt gegen einen Thermoschalter aus einem Porsche (simpler Schalter beim Erreichen von 35° statt Anpassung von 0-12 Sek. Einspritzen)

- Die Ventile (Einlassseite) sind teilweise oval gehämmert, so dass 3 nur mit etwas Überredung aus den Führungen kamen. Laut KI deutet dies darauf hin, dass das Ventilspiel dauerhaft deutlich zu groß war [schlechte Wartung - würde ja zu dem Gebastel unter 2. passen)] + nicht mehr funktionierende Rotocaps.

- Was beim Zerlegen auffiel, war eine Zwischenwelle, die sehr unrund lief und die tatsächlich auch gebogen wurde:

- Da stellte sich die Frage, was hatte die Welle verbogen, wenn eigentlich alles andere recht intakt schien ?
Naja, es scheint irgendetwas abgebrochen und durchs Öl gewandert zu sein. Das hat bei zwei Hauptlagern deutliche Riefen hinterlassen und ggfls. auch die Stuerkette in einem üblen Moment blockiert. Spätestens nach der (temporären) Blockade dürften die Steuerzeiten etwas aus dem Tritt gekommen sein.


Und so wird für mich ein Schuh draus - entweder der Motor lief vorher schon nicht mehr ganz gut (Ventilspiel, gebastelter Thermoschalter) oder es wurde erst nach dem Verbiegen der Zwischenwelle mit dem Basteln angefangen, letztlich egal. Der Fremdkörper hat Steuerkette blockiert -> Zwischenwelle verbogen -> Steuerzeiten aus dem Tritt -> Motor ausgebaut.
ABER aufgemacht hat man ihn dann wohl nicht, sonst wäre er zerlegt in der Ecke gelandet. Denn es finden sich innen keine Spuren einer Überarbeitung.
Mein Plan ist nun das Material aus diesem Motor zu nutzen und einen guten M129 zusammenzubauen. Mein M129 Ü06 ist ja material-mäßig so gut wie am Ende.
Freue mich auf Euer Feedback, Einwürfe, Rückfragen, Hinweise etc. - mehr Medien passen kaum in einen Post.
Herzlichen Gruß
Oliver
P.S.:
Habe aber schon angefangen nach den enstprechenden Ersatzteilen zu schauen - interessanterweise dürften Kolbenringe das Schwierigste sein. Und Lagerschalen im Standardmaß sind noch seltener als für Reparaturstufen - das Hauptlager im Hochwasser Motor sieht aber deutlich gleichmäßiger abgenutzt nach wer-weiß-wievielen-km aus (war ja auch Automatic) als das meines M129 Ü06 nach nur 5.000km.
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