Was sich 2006 fÜr Autofahrer ändert

Dieses Thema im Forum "der Stammtisch" wurde erstellt von pagode280SL, 12. Dezember 2005.

  1. pagode280SL

    pagode280SL Aktives Mitglied

    883
    10. Februar 2004


    Der ADAC hat die wichtigsten bereits verabschiedeten und geplanten Neuregelungen zusammengestellt:
    • Ab dem 1. Januar 2006 können Pkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis zu 2,5t nur noch erstmalig zugelassen werden, wenn sie die "Euro 4" Abgasnorm erfüllen. Für alle anderen Pkw gilt dies ein Jahr später. Für "Euro 3"- Fahrzeuge kann es auf Antrag des Fahrzeugherstellers noch ein Jahr lang Ausnahmen geben.
    • Die steuerliche Förderung "schadstoffarmer Fahrzeuge" endet spätestens zum Jahresende 2005. Dies gilt auch für so genannte "3-Liter-Autos" und auch dann, wenn der Wert der steuerlichen Förderung bis dahin noch nicht ausgeschöpft wurde.
    • Bei der Pkw-Hauptuntersuchung werden künftig auch elektronische Systeme im Auto wie ESP oder Airbag geprüft. Bei Fahrzeugen mit On-Board-Diagnose (OBD), die ab dem 1. Januar erstmalig in den Verkehr kommen, wird die Abgasuntersuchung in die Hauptuntersuchung integriert.
    • Ab dem 1. Januar 2006 arbeitet das Lkw-Mautsystem mit dem OBU 2 in der endgültigen Ausbaustufe. Für Diskussionsstoff im neuen Jahr wird die Bemautung von umgehungsrelevanten Bundesstraßen sowie für die Sperrung von Ausweichrouten sorgen. Der ADAC hat dazu Kriterien ausgearbeitet.
    Weitere Neuregelungen sind zwar noch nicht beschlossen. Es ist aber damit zu rechnen, dass sie im Jahresverlauf 2006 in Kraft treten.
    • Voraussichtlich zum ersten April wird es zwei neue Verkehrszeichen geben. Das Zeichen 327 steht vor Tunnels und legt verbindlich fest, dass im Tunnel mit Licht gefahren werden muss und nicht gewendet werden darf. Das Zeichen 328 regelt die Benutzung so genannter Nothaltebuchten.
    • Die vom ADAC geforderten und von der Politik versprochenen steuerlichen Anreize zur Förderung der Partikelfilter bei Pkw mit Dieselmotor könnten endlich umgesetzt werden. Absichtserklärungen der Politik zufolge soll Zumindest die Nachrüstung mit 250 Euro gefördert werden.
    • Im Kampf gegen den Feinstaub wird wieder über eine Plakettenregelung diskutiert werden. Der ADAC hat sich in der Vergangenheit mehrfach dazu geäußert und die Maßnahme als nicht zielführend abgelehnt.
    • Abgasuntersuchung für Motorräder.
    • Alkoholverbot für Fahranfänger bis 25 Jahre in der Probezeit.
    • Eine Änderung der StVO wird Autofahrer dazu verpflichten, bei winterlichen Straßenverhältnissen nur mit geeigneter Ausrüstung am Straßenverkehr teilzunehmen. Hierbei geht es insbesondere um die Reifen. Einfache Verstöße werden mit 20 Euro geahndet, bei zusätzlicher Behinderung drohen 40 Euro und ein Flensburgpunkt.
    • Höhere Bußen bei ungenügendem Sicherheitsabstand, bei falscher oder fehlerhafter Ladungssicherung und bei Fehlverhalten an Bahnübergängen. Wer beispielsweise bei Tempo 100 bis auf 15 Meter auffährt, riskiert 150 Euro Bußgeld und ein Monat Fahrverbot. Noch schlimmeres Drängeln wird mit bis zu 250 Euro und drei Monate Fahrverbot geahndet.
    • Helmpflicht für Quads und Trikes, unabhängig von der Art der Zulassung.
    • Schon seit Jahren bemüht sich die EU um die gegenseitige Anerkennung und Vollstreckung von Geldstrafen und Geldbußen. Ein im vergangenen Jahr verabschiedeter Rahmenbeschluss muss bis zum März 2007 in nationales Recht umgesetzt werden.
    Aber nicht nur in Deutschland wird sich 2006 einiges ändern. Folgende Neuerungen meldet der ADAC von unseren Nachbarstaaten:

    Österreich: Ab dem 15. April kostet ein Verstoß gegen die Lichtpflicht am Tag 15 Euro
    Belgien plant zum 31. März 2006 eine Reform des Straßenverkehrsrechts mit einer Modifizierung des Bußgeldsystems.
    Tschechien will bis Mitte 2006 dem Führerscheintourismus einen Riegel vorschieben, in dem es das Wohnsitzprinzips für Führerscheinerwerber einführt. Dann muss man, wie in den anderen EU-Staaten auch, mindestens 185 Tage dort gemeldet sein, wo man den Führerschein machen möchte.
    In diversen Städten Südtirols (Bozen, Meran, Bruneck, Brixen) gelten noch bis März 2006 Fahrverbote im Innenstadtbereich für ältere Kfz. :verboten:
     
  2. Hendrix

    Hendrix Aktives Mitglied

    115
    20. November 2005
    Hallo Thomas,
    sehr löblich, dass du mal alle Neuerungen untereinander geschrieben hast. Ein guter Freund von mir ist Rechtsverdreher uns sehr spezialisiert auf Strassenverkehrsrecht.
    Der hat mir zum Thema Winterreifen gesagt, dass das wohl nur Gebrüll bleiben wird, aber kein Biss....
    Das Thema ist auch garnicht neu. Es ist heute schon so, dass du 20-40 Euro zahlen musst, wenn du der erste in einer Schlange bist, der den Berg nicht raufkommt und die Grünen dann feststellen, dass du Sommerreifen drauf hast. Das gleiche gilt auch, wenn du von der Strasse rutscht und irgendwas anbumst.
    Jetzt kommt aber der Punkt, warum Freund RA sagt: alles Unsinn... Es steht da tatsächlich im Gesetz "angemessene" Bereifung. Wie wir mittlerweile wissen, ist es so, dass auf trockener Fahrbahn grundsätzlich der Sommerreifen bessere Haft- und Bremseigenschaften bietet. Die Mär vonwegen ab 7 Grad ist der Winterreifen besser, ist mittlerweile vom Tisch.
    Was ist also nun angemessene Bereifung? Und wann ist Winter? Ab 22.12., also heute? Oder ab dem Moment, an dem Schnee fällt? Und bis wann ist Winter? Und nun kommt der Knüller: in der Winterzeit haben wir eine Woche Vorsommer mit 10-12 Grad und Sonne. Du baust mit deinen Winterreifen einen Unfall und zersägst einen Zaun. Das waren natürlich unangemessene Reifen, denn mit Sommerreifen wäre der Bremsweg deutlich kürzer gewesen.

    Das ist aber alles nicht genau definiert und deshalb werden wir auf jeden Fall Spass haben. Denn die Vorschrift gibts eh schon, aber mit dem Gesetz wird es eine Gerichtskapriole nach der anderen geben.

    Also in dem Fall: immer auf dich zukommen lassen. Könnte lustig werden...


    Gruss
    Dietmar
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Dezember 2005
  3. Uli aus S

    Uli aus S Aktives Mitglied

    28. April 2004
    Mir reicht als Ergenis schon...

    ..aus, wenn Sommerbereifte Ihre Autos bei Schnee stehen lassen müssen.

    Gruß

    Uli aus S
    Habe mich dieses Jahr schon über Leute geärgert, die unbedingt bei Schnee in der Stadt auf ihr Auto 'angewiesen' sind.:verboten:
     
  4. Laubua

    Laubua deaktiviert

    80
    19. Oktober 2005
    wie der staat will mir vorschreiben ab sofort nicht mehr mit abgefahrenen Sommerreifen durchs
    verschneite allgaeu zu fahren??? ich fuehle mich entmuendigt!!!
    Lausbub
     
  5. ZwoachtzigSL

    ZwoachtzigSL deaktiviert

    5. September 2004
    Ich hätte mir ein Gesetz gewünscht, dass es meinen Vordermännern
    bei Strafe verbietet, immer so dicht auf mich aufzufahren.


    Detlef (der Hesse) ;)
     
  6. badus19

    badus19 schreibt gelegentlich mal

    105
    2. November 2004
    Ohne Gurt keine Kinder unter drei Jahren im Oldtimer

    Hallo,

    wie ich heute der Tageszeitung entnommen habe, tritt am 9. Mai 2006 die EG-Gurtänderungsrichtlinie in Kraft. Sie sieht vor, dass in Oldtimern ohne Gurtvorrichtung Kinder unter drei Jahren nicht mehr befördert werden dürfen.

    Also ein weiteres Argument, Gurte nachzurüsten.

    Viele Grüße

    Uwe
     
Schlagworte:
Müller Classic Motors
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