Motor - Druckverlust - Test

Dieses Thema im Forum "Technik - Motor, Getriebe und Fahrwerk" wurde erstellt von ZwoachtzigSL, 6. Februar 2006.

  1. ZwoachtzigSL

    ZwoachtzigSL deaktiviert

    5. September 2004
    'Klaus' hatte im letzten Spätsommer u.a. einem Kompressionsdrucktest
    durchgeführt und schon damals festgestellt, dass mein Zylinder Nr. 5
    einen geringen Druckverlust hat. Jetzt wollte ich es mal genau wissen.

    Dank eines preiswert erworbenen Druckverlust-Prüfgerätes haben wir
    uns gestern über meinen Motor hergemacht.

    Für diejenigen, die es noch nie live gesehen haben (und es hoffentlich
    nie brauchen), hier mal ein Kurzbericht.

    Zündkerze raus, den betreffenden Zylinder OT (oberer Totpunkt, bei
    dem Ein- und Auslassventil geschlossen sind?) auf Null gestellt, Schlauch-
    adapter im Kerzengewinde eingeschraubt. Ölmesstab raus und mit Finger
    das Messloch am Motor zuhalten.

    Hat das zuvor kalibrierte Prüfgerät dann den Druck im Zylinder aufgebaut
    (ca. 6 - 8 bar), Finger vom Loch nehmen und... wie von mir befürchtet,
    die Luft entwich zwischen Kolben und Zylinderwand in das Kurbelgehäuse
    durch das Ölmessloch (man konnte es zischen hören).

    Wie man auf dem Foto erkennt, hat der Zylinder Nr. 5 einen Druckverlust
    von 60 %

    Anschliessend Test aller übrigen Zylinder (habe ich dann nach über 30 Jahren
    zum ersten Mal wieder selbst gemacht... stolzstolzstolz). Wie man auf Foto
    Nr. 4 des Zylinder Nr. 3 sieht, war dieser und alle anderen Zylinder sprich-
    wörtlich im 'Grünen Bereich' und somit OK


    Detlef, der Hesse :(



    P.S. Entschuldigt, dass das Fotor Nr. 4 etwas unscharf ist, das waren die
    ......zitternden Hände bei - 4°C in unserer Sterngarage
     

    Anhänge:

    Zuletzt bearbeitet: 6. Februar 2006
  2. Ulli

    Ulli Altbenzlenker

    3. April 2004
    Hallo, Detlef,

    welche weitergehenden Erkenntnisse ergeben sich daraus gegenüber einem einfachen Kompressionstest?

    Ist deine Schottlandtour jetzt gefährdet?

    Gruß

    Ulli - damals mit Motorschaden trotz einwandfreier Kompressionswerte...
     
  3. ZwoachtzigSL

    ZwoachtzigSL deaktiviert

    5. September 2004
    Das ist ganz einfach die präzisere Version der Kompressionsmessung.

    Der Unterschied ist folgender: Bei der Kompressionsmessung wird für jeden
    einzelnen Zylinder bei voll geöffneten Drosselklappen der Anlasser betätigt
    und mit einem speziellen Kompressionsdruckprüfer (meistens MOTOMETER)
    der Druck gemessen, den der Zylinder aufbaut. Das ist der Kompressions-
    druck (Bild)

    [​IMG]

    Sind alle Werte annähernd gleich und über einem bestimmten Wert, geht man
    davon aus, dass der Motor einen gleichmäßigen Verschleiß aufweist. Das sagt
    uns allerdings nicht, ob noch der maximal mögliche Druck aufgebaut wird und
    auch gehalten wird.

    Die präzisere Methode liegt nun darin, dass nicht kurzzeitig ein Maximaldruck
    gemessen wird, der sehr stark von der Handhabung des Kompressionsdruck-
    Messgeräts abhängt, sondern der Wert des schleichenden Druckverlusts
    effektiv festgestellt wird und auch lokalisiert werden kann. Die Hörprobe, wo
    es zischt, gibt Aufschluss darüber, ob es ein Einlassventil, ein Auslassventil
    oder wie bei mir, die Kolbenringe sind. Mit dem abgebildeten Gerät sehe ich
    den prozentualen Druckverlust im betreffenden Zylinder. Werte bis ca. 15 %
    Druckverlust gelten wohl allgemein als normal.

    Ob ich da noch vor Schottland drangehe, weiss ich noch nicht. Werde wohl
    nur den Kurbelwellendichtring vorher noch erneuern. Ist halt jetzt mit der
    Schrauberbude alles nicht mehr so kompliziert. Ansonsten mein seit 30 Jahren
    bewährtes Hausmittel: Zwei Dosen WYNN's Charge (Ölverdicker).


    Detlef, der Hesse
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Februar 2006
    Silberrot gefällt das.
  4. Gerd Oskar

    Gerd Oskar Gerd Oskar

    151
    26. Juni 2005
    Technik: "Motor-Druckverlust-Test"

    Hallo Detlef, aus dem unbedeuteten Hessen,

    unabhängig davon, das Du schwere Schuld als Sontagsarbeiter auf Dich geladen hast, der christl. Gott wird Dir eventuell verzeihen, hier meine persönliche Erfahrung:
    Egal auf welche Art die Kommpression gemessen wird, wenn sie geschrieben wird, ist dies natürlich für eine Werkstatt dem zahlenden Kunden gegenüber
    nachweislich immer besser, beide Methoden bleiben interpretationsfähig.
    Selbst ungenau eingestellte Ventile sind bei beiden Messarten nicht zu eruieren.
    Vielleicht gibt es im Forum andere Meinungen und Erklärungen hierzu:hammer: .
    Auch beginnende Lagerschäden in Kurbelwellen od. Pleuel- Lagern können dadurch nicht erkannt werden.
    Es ist halt wie bei der Deutung des Kaffee- Satzes: auf den
    od. die Interpretin kommt es an.
    Zur Minimierung eines Restrisikos bei längeren Reisen gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeit: Mitnahme von Freunden mit viel Geld oder nur Mitnahme von Geld in sicherer Form wie AmExP- Reiseschecks und mehr Zeit als eingeplant;) .
    Du kennst ja die hess. Einstellung: Pinke, Pinke und nochmals Pinke

    meint Gerd Oskar, der auch laut Pass ebenso heist:D !

    @ Ralfmercedes: Gerd ist die zulässige Kurzform:koenig:
     
  5. stefan weinstock

    stefan weinstock Aktives Mitglied

    28
    15. Januar 2006
    Motor-Druckverlust-Test

    Hallo ZwoachtzigSL,
    man kann den Druckverlust noch besser eingrenzen, bevor der Zylinder mit
    Druckluft gefüllt wird, sollte man mit dem Oelkännchen 2-3 Stöße Motoroel
    in den Zylinder laufen lassen. Daran lässt sich erkennen, ob der größte Teil
    des Druckverlustes in das Kurbelgehäuse entweicht. Die Auslassventilprüfung
    erfolgt durch Anhalten eines Feuerzeuges an den Endrohren der Schalldämpferanlage. Steht der Zylinder jetzt unter Luftdruck, muss die
    Flamme ruhig und senkrecht hinter den Endrohren stehen. Sollte das Auslass-
    ventil undicht sein, sieht man die Flamme durch die ausströmende Luft vom
    Endrohr unruhig werden.
    Einlassventile werden durch die Öffnung des Ansaugstutzens (Hörprobe) wie
    schon in deinem letzen Beitrag dargestellt, geprüft.

    Gruß Stefan W.
     
  6. ZwoachtzigSL

    ZwoachtzigSL deaktiviert

    5. September 2004
    Hallo Stefan.


    Danke für den Tip. Wer solche Kniffe wie Du kennt, hat sich natürlich
    als alter Schrauber-Fuchs oder Junger, der entweder viel zugeschaut
    oder gute, alte Lehrer hatte, geoutet. Egal wie, es wäre super, mehr
    von Dir zu hören.

    Wie's 'Gerd' (der Beute-Hesse) schon sagte, natürlich kann man mit dem
    Kompressionsdrucktest, wenn man böswillig ist, jeden Autointeressenten
    hinters Licht führen (3 Prüfungen, 3 "gewünschte" Ergebnisse).

    Gerade bei unseren Autos, wo auf grund der Ersatzteilsituation ein kaputter
    Motor schon so manches Jahresurlaubsbudget ausradiert hat, ist so'ne
    rechtzeitige Druckverlustprüfung, möglichst auch vor einem Autokauf,
    deshalb eigentlich ein Muss, meint


    Detlef... natürlich der Hesse ;)
     
  7. Pagoden-Klaus

    Pagoden-Klaus Aktives Mitglied

    796
    7. März 2004
    Druckverlust

    Hallo Detlef,
    herzlichen Glückwunsch aus NRW, zu Deinem ersten handwerklichen Erfolgserlebniss.:hammer:
    Da kann man mal sehen, das der Hessenkopf nicht nur schwetzen, sondern auch werkeln kann.:p

    Wenn Du erlaubst, möchte ich Deine Ausführungen gerne etwas korrigieren.

    Die Druckverlustmessung ist nicht die präzisere Art der Kompressionsprüfung.

    Die Kompressionsprüfung ist einfachste und daher auch die geläufigste Art
    den Motor grob zu überprüfen.
    Aus dem Ergebniss lassen sich schon Schlüsse zum Zustand des Motors ableiten.

    Die Druckverlustprüfung wird dann vorgenommen, um einen Schaden am Motor genauer zu lokalisieren.
    Es wird der Druckverlust des Motors auf Grund von Verschleiß oder eines Schadens gemessen.
    Zum Beispiel,Dichtheit der Zylinder, Kolben,Kolbenringe oder Ventile.

    Übrigens, alle Prüfungen lassen sich manipulieren.

    Ach ja, der Erfolg mit der Investition eines neuen Simmerring in Deinen Motor ist sehr fraglich.
    Die Chance ist mit einem 6er im Lotto zu vergleichen.

    Gruß Klaus
     
  8. ZwoachtzigSL

    ZwoachtzigSL deaktiviert

    5. September 2004
    Hallo Klaus.


    Dem Inscheniör is nix zu schwör...

    Thema "Kurbelwellendichtring"... gebe ich Dir Recht. Zwar sollen über
    die Hälfte aller Pagoden inkontinent sein, mich stören aber die kleinen
    Ölflecken die mein Biest überall hinterlässt.

    Ich werde dabei die Zylinder auch noch mal endhoskopieren. Wenn's
    nur ein bisschen natürlicher Verschleiss ist, läuft auch ein defekter
    Kolbenring noch mal easy problemlos ein paar zehntausende km weiter.

    Ich habe vor, 'nach Schottland' die Pagode zu verkaufen und für mich
    die 230er Pagode aufzubauen. Das mit dem Motor bekommt der 'Neue'
    von mir entweder gesagt... und selbstverständlich gleich ein Visiten-
    kärtchen von Dir in die Hand gedrückt oder ich lasse den Motor vor dem
    Verkauf noch machen. Ist jetzt halt auf grund der Werkstatt alles viel
    entspannter.

    Den frei werdenden Sterngaragenplatz werde ich versuchen, bis Früh-
    jahr 2007 mit meinem eigentlichen Traum, einem 111er Flachkühler -
    Coupé mit 280er - Motor aufzufüllen. Warum? Brauche ich Dir nicht zu
    sagen, Du fährst ja selbst eins von diesen Wahnsinnsautos.


    Detlef... der aus Hessen ;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. Februar 2006
  9. Robert Nolte

    Robert Nolte Robert Nolte

    229
    25. Januar 2005
    Hallo Detlef,
    Dein Bericht über die Sonntagsarbeit zeigt, mit welcher Begeisterung Du Deinen vom Schreibtischsitzen geschundenen Hintern bewegt hast.Und es hat
    Dich auch noch zufrieden gemacht,mal wieder hand an zu legen und über Dein Auto etwas zu erfahren.
    Grundsätzlich stimme ich mit den Beiträgen dazu überein, aber möchte doch auf ein paar Kleinigkeiten aufmerksam machen.
    Wenn Du wirklich etwas über den wahren Zustand Deines Motors wissen möchtest,so sind jetzt im Anschluß noch ein paar Checks nötig.
    Zunächst muß bei einem Kompressionstest für alle Zylinder die gleiche Vorraussetzung gelten.Also alle Kerzen raus und den Motor erst mal 10 Sekunden durchdrehen lassen.Es sind dann alle Stellen mit oel versorgt.
    Dann jeden Zylinder mit der g l e i c h e n Zeit z.B 8 Sekunden prüfen und nicht einen der nicht so recht will,doppelt so lange.
    Dann schreibst Du das es -4° Grad in der Halle hatte.Da ist auch Deine
    Batterie nicht mehr so dolle und wenn der Anlasser dann auch noch am
    Kollektor funkt,dann dreht der auch nicht mit der richtigen Drehzahl.
    Also lauern hier schon einige Fehlerquellen.
    Wenn Du jetzt die Prüfung noch mal machst,dann gib vorher in jeden Zylinder
    2-3 Kolbenhübe mit dem Oelkännchen Motoroel in den Zylinder.
    Ist das Ergebniss jetzt signifikant besser am Diagram,dann hat das eingespritzte Oel die Abdichtarbeit am Kolben übernommen und Du hast den
    Druckverlust an dieser Stelle.
    Aber es gibt ja noch den guten alten Motortester und das wird für mein
    Dafürhalten viel zu wenig genutzt.
    Mit dem Oszilloskop kann ich nämlich sehr viel über deinen Motor herauskriegen.
    Die Zündspannung und ihre Höhe ist von vielen Faktoren abhängig
    wie Elektrodenabstand der Kerzen,Kompression,Gemischbildung,Zustand der
    Zündanlage usw.
    Eine Zündkerze funkt nämlich im innerhalb und außerhalb des Brennraumes
    anders wegen der Kompression.
    Auf dem Oszilloskop erscheint zunächst die Zündspannung als senkrechte
    Linie und seine Funkendauer im Anschluß als nahezu waagrechte Linie (Brennspannungslinie).
    Und allein an diesen beiden optisch dargestellten aufzeichnungen,läßt sich
    schon einiges über Deinen Motor rauskriegen.
    Diese Darstellung ist bei einem guten Motor für alle Zylinder nahezu gleich
    und kann durch die nebeneinander Darstellung gut verglichen werden.
    Als nächstes kann am Tester die Funktion Zylindervergleich gewählt werden.
    Und das ist dann eigentlich der Druckverlusttest während des Betriebs.
    Hier wird vom Tester nämlich während des Motorlaufs nach und nach für eine
    bestimmte Zeit jeweils e i n Zylinder abgeschaltet und dieser läuft dann ohne
    Zündfunken mit.
    Das ist der beste Zylinder vergleich den man machen kann.Es fällt nämlich
    die Leerlaufdrehzahl ab und bei einem Zylinder der sehr effektiv und gut arbeitet,also gute Kompression und gute gemischbildung,fällt das natürlich mehr ins Gewicht wenn er nicht mitläuft.
    Außerdem kann man damit gleich überprüfen,ob die Regeleinrichtungen für
    die Leerlaufstabilisierung korrekt arbeiten.Diese sollten nämlich bei Drehzahl
    abfall wieder die vorgegebene Drehzahl einregulieren.
    Z.B beim Einschalten Klimakompressor oder einlegen einer Fahrstufe bei Automatic etc.
    Der ebenfalls angeschlossene CO Tester reagiert auch bei der Zylinderabschaltung und auch hier kann man einiges über den betreffenden
    Zylindrer herauslesen.
    Also wenn Du wirklich 60° Prozent Druckverlust haben solltest an einem
    Zylinder,dann mach lieber vor Schottland noch mal einen Test am Motortester.
    Ansonsten hat Gerd Oskar nämlich Recht mit Pinke Pinke und das Abschleppseil im Kofferraum erspart die Inanspruchnahme fremder Hilfe.
    Wirklich beruhigt habe ich Dich jetzt zwar nicht aber einen gangbaren Weg
    habe ich Dir doch jetzt aufgezeigt Oder?????

    Gruß Robert:p :p
    Ist das
     
  10. pagode280SL

    pagode280SL Aktives Mitglied

    882
    10. Februar 2004
    :doh: hi robert,

    du bist ja gemein, jetzt hat der liebe detlef mal ein erfolgserlebnis gehabt und du machst ihm das gleich wieder alles kaputt :arschkarte: . wie soll er das jetzt alles auf die reihe bekommen und wer erklaert es unserem hessen nochmal, was du ihm versucht hast zu erklaeren:confused:

    boeser boeser thomas :hammer:
     
  11. ZwoachtzigSL

    ZwoachtzigSL deaktiviert

    5. September 2004
    Hallo Robert.


    Mein Auto wurde natürlich bei Betriebstemperatur ca. 80° 'abgedrückt'
    und die Batterie war randvoll.

    Zum 'Tester': Als ich bei 'Klaus' war, hatte ich damals das Problem mit
    meinem Zündverteiler. Nach dem Austausch bei Klaus, hatte er den
    Tester ja dran. Klaus hatte vorher den schwächelnden 5. Topf ja schon
    eruiert. Das Zündungsbild auf dem Oszillographen war aber eigentlich
    vollkommen normal (Klaus!!! stimmt doch, oder).

    Den Drucktest haben wir gemacht, um ganz sicher zu sein, ist es ein
    Kolben und / oder ein Ventil. Wäre natürlich besser gewesen, wenn's ein
    Ventil gewesen wäre. Da ich meine alte HUNGER-Einrichtung jetzt wieder
    aus den Möbelkartons geholt habe, wäre es mal ein halber Vormittag
    gewesen und der Z-kopf wäre wie neu gewesen (Planmaschine um die
    Ecke).

    Natürlich will ich den Motor auch noch mal an den Tester hängen. Wäre
    übrigens eine gute Gelegenheit, von erkennbaren Abweichungen, in diesem
    Falle Zylinderundichtheit, Screenshot's zu machen für ein Manual - Thema
    Oszillograph.


    Detlef... der aus Hessen ;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. Februar 2006
  12. Laubua

    Laubua deaktiviert

    80
    19. Oktober 2005
    Kleiner Nachtrag

    hallo robert.


    deine erklaerung mit dem kompressionstest am tester ist beeindruckend.
    darf ich mal fragen, ob du frueher mal beruflich mit autos zu tun hattest?


    Lausbub
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. Februar 2006
  13. Robert Nolte

    Robert Nolte Robert Nolte

    229
    25. Januar 2005
    Hallo Lausbub,
    aus Deiner Frage werde ich ehrlich gesagt nicht ganz schlau.Ich habe beschrieben wie man z u s ä t z l i c h zum herkömlichen vorraus gegangenen
    Kompressionstest noch zusäzlich am Oszilloskop eine Bildliche Darstellung aus
    dem Verbrennungsraum erhält.
    Mein Geselle früher der hat nur mit dem Bild geschafft und die Motoren und das was er da raus gelesen hat-----aber hallo das hatte was.
    Außerdem mal die ketzerische Frage ob ich früher mal mit Autos was zu tun
    h a t t e?????
    Vieleicht habe ich immer noch was mit Autos zu tun.Könnte doch auch sein
    Oder ?:verboten:

    Nichts für ungut Spaß mus sein:tanzen: :tanzen: :tanzen:

    Robert
     
  14. ZwoachtzigSL

    ZwoachtzigSL deaktiviert

    5. September 2004
    Hallo Robert.


    Damit da kein Missverständnis bei den Forumsmitgliedern auftaucht.

    Wir haben einen Druckverlust-Test und keine Kompressionsmessung
    durchgeführt. Es ist doch richtig wenn ich sage, bei dem DV-Test ist
    Raumtemperatur, Batteriespannung, Drehzahl unerheblich? Der DV-Test
    wird bei stillstehendem Motor durchgeführt.

    Wir haben den DV-Test bei Betriebstemperatur durchgeführt. Kurze Frage:
    Könnte man ihn auch bei lauwarmem oder sogar kalten Motor durchführen
    und welchen Einfluss hätte das auf das Druckverlustergebnis?

    Wir haben momentan 4 Pagoden, einen sagenhaften AUDI 5000 Turbo
    in unserer Sterngarage. Inzwischen wollen weitere 4 Jungs ihre Biester bei
    uns gelegentlich auf Vordermann bringen. Da muss natürlich ein SUN-Tester
    mit Oszilloskop her - stilecht - aus den 70er Jahren. Muss ja nach was aus-
    sehen, wenn D. Hahn am 18.03. zum Kontrollieren und Absegnung bei uns
    vorbeikommt (habe schon mal einen Bembel 25 %igen Äppelwois für ihn
    vorbestellt).

    Spaz beiseite. Wäre vielleicht mal sinnvoll, so einen SUN-Day bei uns abzu-
    halten. Die SUN-Leute in Düsseldorf, die ich von früher her noch kenne,
    haben auf jeden Fall mal ein kleines Sponsoring in Aussicht gestellt.

    Und wer der Mensch sein soll, der es der Horde Unwissender erklärt,
    gelle, das ahnst Du schon, wer das sein soll???


    Detlef, der aus Hessen :p
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. Februar 2006
  15. Laubua

    Laubua deaktiviert

    80
    19. Oktober 2005
    hallo robert
    war ja nur mal so eine frage. ich habe halt xmal am motortester zugeschaut und hier hatte ich das erste mal ein bisschen was verstanden.

    deine erklaerungen sind so gut verstaendlich das ich nur hoffe, du verlangst nicht irgend wann mal von uns eine praxisgebuehr.

    Lausbub
     
  16. Pagoden-Klaus

    Pagoden-Klaus Aktives Mitglied

    796
    7. März 2004
    Oszillographen

    Hallo Detlef,
    grundsätzlich sind die Ausführungen von Robert richtig,es lässt sich vieles daraus erkennen und prüfen. Mit Kompression oder Zylindervergleich funftioniert aber nur, wenn vorher die elektrische Seite der Zündanlage 100% in Ordnung ist und überprüft wurde.
    Unterschiedliche Elektrodenabstände der Kerzen oder Widerstände in Kabel oder Stecker verfälschen sofort das Bild.

    Im Herbst habe ich Dir schon gesagt, das Dein Motor " Sauer" ist, - wie man so in unserem Handwerk sagt-.
    Diese Beurteilung resuliert aus dem Verhalten Deines Motors und einer langen Erfahrung.
    Detlef der Ungläubige, :hammer: :(

    Gruß Klaus
     
  17. Robert Nolte

    Robert Nolte Robert Nolte

    229
    25. Januar 2005
    Motor-Druckverlust-Test

    Hallo an alle Ungläubigen,
    wenn ich schon zitiert werde,dann bitte auch richtig.Ich habe überdeutlich
    geschrieben das man mit dem Oszilloskop verschiedene Vorgänge sichtbar machen kann.
    Auch eine Zündanlage die nicht in Ordnung ist wird damit sichtbar.Während
    eine Kerze durchaus außerhalb des Vebrennungsraumes am Stecker einen
    Funken liefern kann,so ist selbige vieleicht im Kompressionsraum nicht mehr
    fähig dazu.Auch der Kerzenstecker wird dabei stärker belastet und auch
    seinen Widerstand oder auch seine defekte Isolation kann damit getestet
    werden.
    Wenn man z.B einen zu geringen Abstand zur Mittelelektrode der Kerze hat,
    dann deute ich diese Kerze ganz klar unter den restlichen Kerzen die in Ordnung sind heraus.
    Oder die betreffende Kerze ist z.B verrußt.Damit steigt der Widerstand und
    der Funke springt schlechter über.
    Auch das wird sichtbar gemacht und es gibt Tester die sogar ein Bild abspeichern und Stehen lassen können.
    Die Leistung einer Zündspule bei unterschiedlichen Drehzahlen wird dargestellt und auch wenn der Unterbrecherkontakt bei höheren Drehzahlen
    zu prellen anfängt,auch das sehr gut sichtbar.
    Der Unterbrecher kann prellen,wenn seine Feder die ihn zum schließen zwingt ausgeleiert oder lahm ist.( Nur ein Beispiel).
    Also wenn dieses Thema hier im Forum von Interesse ist,dann kann man das
    gerne mal vertiefen und ich schaue derweil mal ob man ein paar Bilder hier
    ins Forum mit Beschreibung bekommt.

    Also bitte weiter locker dranbleiben und dies Forum als Infoplattform verstehen und nicht als allein selig machend oder Beiträge als für jeden
    Motor zutreffend deuten.

    Und dem Klaus gebe ich vollkommen recht,die Erfahrung oder das gewisse
    Extra,das lernt man nicht ,das hat man oder eben nicht.

    Robert:p
     
  18. Franz W.

    Franz W. Aktives Mitglied

    682
    31. Juli 2004
    Druckverlust am 5. Zylinder

    Hallo,
    ist das jetzt Zufall? Nach einer Zylinderkopfinstandsetzung bei meinem 230 SL habe ich mittels Motometer die Kompression meines Motors gemessen. Bei mehreren Messreihen war reproduzierbar der Kompressionsdruck am 5. Zylinder immer am schwächsten - ca. 0,5 bar unter den anderen.
    Insgesamt waren die Werte nur so bei enttäuschenden 9 bar, obwohl der Motor vermutlich erst ca. 80 000 km gelaufen war. Ich habe dann zum Glück mit einem anderen Motometer nochmals gemessen und siehe da, die Werte lagen so bei 10,5 bis 11. Wobei auch diesmal der 5 Zylinder immer ca. 0,5 bar weniger zeigte.
    Insgesamt zeigte sich auch eine leichte Tendenz von vorne 1. Zylinder nach hinten abnehmend. Zufall ?
    Kann es sein, daß die vorderen Zylinder kühleres Kühlwasser (tolles Wortspiel) bekommen und zusätzlich die Luftkühlung von vorne ?
    Der 6. Zylinder wiederum liegt am hinteren Motorblockende, wo die Wärme besser nach außen abgeführt werden kann als z. B beim 5. Zylinder der sozusagen in der Mitte und noch dazu im hinteren Motorblockteil liegt.
    Meine Lehre daraus: Bei schlechten Kompressionstestergebnissen lieber noch einmal mit einem anderen Gerät nachmessen, bevor man an eine Motorrevision denkt. Trifft hier wohl aber leider nicht zu.
    Grüsse Franz
     
  19. Pagoden-Klaus

    Pagoden-Klaus Aktives Mitglied

    796
    7. März 2004
    Kompression

    Hallo Franz,
    welcher Kompressionsprüfer zeigt denn jetzt den korrekten Druck ???? :eek:

    Soweit ich mich erinnern kann, waren die Zyl. 1 - 2 immer die Sorgenkinder mit den thermischen Problemen bei den Motoren unserer Baureihe.

    Gruß Klaus
     
  20. ZwoachtzigSL

    ZwoachtzigSL deaktiviert

    5. September 2004
    Es muss nicht an der Verwendung unterschiedlicher Geräte liegen.
    1 Bar ist 1 Bar, egal auf welchem Gerät, oder?

    Ich habe mal in einer älteren Autozeitschrift einen Test gelesen, der Titel
    lautete in etwa "Ein Gerät, 3 verschiedene Prüfergebnisse".

    Unter anderem wurde auf Unterschiede im Ergebnis durch falsche
    Handhabung, insbesondere auf die Vewendung nicht originaler
    Messblätter und vor allem falsch eingelegter Messblätter hingewiesen.
    Das Blättchen nur 1mm zu weit nach links fixiert und schon hat man
    1 - 1,5 bar mehr K-Druck auf dem Messdiagramm, zu weit nach rechts,
    entsprechend weniger.

    Es wurde auch erwähnt, dass Autowerkstätten und -Händler mit dem
    Kompressionstest nicht selten Dirty-Tricks anwenden, um aufwendige
    Motorreparaturen an den Mann zu bringen oder Gerbrauchtwagen je
    nach Bedarf, ob Einkauf oder Verkauf, damit aufgehübscht oder herunter-
    geredet wurden.


    Detlef, aus einem kleinen, unbeugsamen Dorf in Hessen ;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Februar 2006
Schlagworte:
Müller Classic Motors
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