Anmerkung zu: Ich biete Motorständer

Dieses Thema im Forum "Technik - Motor, Getriebe und Fahrwerk" wurde erstellt von MartinK, 5. Oktober 2026 um 14:10 Uhr.

  1. MartinK

    MartinK schraubt hemdsärmelig

    19. Mai 2012
    Bitte nicht nachmachen!

    Einen grundüberholten Motor in einem Gestell stundenlang ohne Last laufen zu lassen, ist ziemlich das Schlimmste was einem Motor passieren kann.

    Ein Kollege von mir hat das auch gemacht und der Motor war danach schon wieder kaputt.

    Ein Motor muss nach einem Neuaufbau zügig auf Temperatur gebracht, hochgedreht und belastet werden.

    "Do not pamper your new engine."

    https://www.krafthand.de/artikel/schaeden-beim-motoreneinlauf-vermeiden-42067/
     
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  2. goldhamme_rulez

    goldhamme_rulez Aktives Mitglied

    20. Juli 2004
    Moin -

    ich hoffe, ich erweise jetzt @MartinK keinen Bärendienst, möchte hier nur noch folgenden Senf hinzugeben:
    • der Leerlauf ist letztlich am Schwersten korrekt einzustellen, was Drehzahl, Zündzeitpunkt und Sprit-/Luftgemisch angeht (Gefahr von zu mager oder zu fett!)
    • wenn man einen Motor überholt, dann wird auch die ESP beim Dr. F oder bei K+S gewesen sein und somit alles über Leerlauf korrekt eingestellt sein
    • wenn man den Zündzeitpunkt für den Teillastbereich um ein paar ° falsch hat, ist das kein Beinbruch - bei Leerlauf kann das schon dazu führen, dass Fliehkraftverstellung gegen Unterdruckdose arbeitet (z.B. bei 051'er)
    • außerdem ist der LL "warm" einzustellen, damit man sicher ist, dass die Kaltstartautomatik einem nicht dazwischen fummelt
    • dann ist nur noch das Gasgestänge halbwegs richtig einzustellen gewesen (auch hier ist der Leerlauf-Anschlag das komplizierteste)
    • neben der Ölpumpe läuft aber auch noch die LiMa am unteren Rand ihrer Fähigkeiten (=> Versorgung Zündspule) bei LL

    => der Leerlauf ist die "Gefahrenzone", gönnt Eurem Motor die Komfortzone der Teillast !

    Herzlichen Gruß

    Oliver
    - der 2 Jahre im Leerlauf vergeudet hat -
     
  3. MartinK

    MartinK schraubt hemdsärmelig

    19. Mai 2012
    Hei, das ist nur ein Teil der Geschichte.

    Wenn der grundüberholte Motor anspringt, dann ist wohl das Meiste erst mal in Ordnung. Nach dem Wiederstart blitzt man grob die Zündung ab, misst mal das Abgas, korrigiert das grob nach. Er sollte nicht vieeeel zu mager und nicht viiiel zu Fett sein, irgendwas zwischen 3 und 5 oder 6 % CO LL und dann fährt man los oder auf die Rolle. Warm fahren, auf keinen Fall lange im LL tuckern lassen. Nach dem Start ruhig mehrere Minuten mit Gasstößen Drehzahl geben. Und nicht mit Teillast bei gleichförmigen 2500 UPM und gestreicheltem Pedal durch die Lande schleichen. Die Kolbenringe brauchen Arbeitsdruck, um sich zu setzen. Gerade wer die alten Tonnen aus den 1960er Jahren fährt. Moderne Kolbenringe sind schneller im Einlaufen. Beim Fahren ruhig mal drauf treten. Hohe Last ist kein Problem, Drehzahl erst mal bis zum ersten Ölwechsel nach 500 bis max 1000km max 4000 etwa. Da geht nichts kaputt! Wenn man die ersten 150 bis 200km mit wechselnder Last elastisch auch mal mit höherer Drehzahl gefahren ist, dann korrigiert man mal langsam den LL und das CO. Viele machen den Fehler und stellen stundenlang akribisch nach dem Wiederstart erst mal den CO und LL ein und gerade in den allerersten KM oder Betriebsminuten ist das absolut kontraindiziert. Gruß, Martin
     
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  4. Mark-RE

    Mark-RE Aktives Mitglied

    19. Juni 2018
    Also ich hab meine Motoren die ich überholt habe, eingebaut, dann hab ich die angemacht, warmlaufen lassen und das Kühlsystem im Blick gehabt sowie den Öldruck und dann bin ich damit ne Runde gefahren, habe danach Abgas und Zündung kontrolliert, und dann bin ich noch ne große Runde gefahren, hab nochmal alle Schrauben nach gezogen, vor allem so von Auspuff, Kühlerschläuche, etc. wenn das erstmal einmal warm geworden ist und kontrolliert dass alles dicht ist und dann die Autos zum weiteren Einfahren mit Einfahrmotorenöl und nem deutlichen Zettel zur Max Drehzahl an den Kunden abgegeben.
    Nach 600-800km habe ich dann nochmal Öl gewechselt, die Autos durchgeguckt, Kopfschrauben nachgezogen, die Ventile eingestellt und dann waren die fertig.

    Ich wüsste nicht, wieso man nen Motor im Motorständer laufen lassen sollte. Da muss man n Anlasser dran tüdeln, das Kühlsystem, danach kleckert der bei der Montage alles mit Wasserresten voll, ne, kannst doch einbauen und dann laufen lassen ^^ Wirkliche Defekte kriegst im Motorständer eh nicht raus, sondern erst wenn das Öl beim Fahren richtig warm ist.

    Große Defekte hört man sofort, kleine nach 1000km und wenn er 10.000km geschafft hat, war er gut und hält auch.

    Allerdings würde ich das bei unseren Motoren nicht so tragisch sehen wie MSI Motor schreibt, sondern das betrifft eher neue Kackmotoren, wir haben weder n Turbolader noch zu wenig Öldruck im Leerlauf...

    Wenn ich bedenke wie viele Leerlaufbetriebsstunden mein M103 hat, ... Den hats anscheinend auch nicht gestört, wie die über 100.000 Kurzstreckenkilometer...
     
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