Türschloss Fahrerseite

Dieses Thema im Forum "Karosserie - Blechteile und Lackierung" wurde erstellt von kleinpi, 15. November 2004.

  1. kleinpi

    kleinpi Aktives Mitglied

    102
    17. September 2004
    Hallo allerseits:) ,

    seit kurzem bleibt während der Fahrt die Fahrertür nicht geschlossen d.h. sie springt ab und zu (Strassenunebenheit) in die erste Stellung auf so dass ich während der Fahrt die Tür wieder zuziehen muss! Ausserdem klappt das Abschliessen mit dem Schlüssel auch nicht immer! Wenn die P. steht und ich die Tür schliesse, fällt sie jedoch satt ins Schloss:confused: !

    Ist das Schloss defekt oder liegt das Problem anderswo?

    Gruss

    Pierre
    280 SL
     
  2. friese

    friese Aktives Mitglied

    806
    11. Januar 2004
    Hallo Kleinpi,

    bei dem Problem gibt es zwei Möglichkeiten, leider ist die zweite recht Teuer!:mad:

    1. Möglichkeit: Türschloß ausgeschlagen

    2. Möglichkeit: Schweller verrostet, die Karosserie verwindet sich während der Fahrt.

    Nun mein Tip: Fahre das Auto mit der Fehlerhaften Seite, mit dem Vorderrad auf den Bordstein, und probiere ob sich dann die Tür problemlos öffnen und schließen lässt.:confused:

    Alter Cabrio Tipp , stammt noch aus meiner Alfa Spider Zeit

    Gruß friese:)
     
  3. kleinpi

    kleinpi Aktives Mitglied

    102
    17. September 2004
    Hallo Friese:) ,


    da die Karosserie meiner Pagode kerngesund ist, kann es nur am Schloss selbst liegen! Ich werde es wohl ausstauschen.

    Danke für deine Antwort:D !

    Pierre
    280 SL
     
  4. Ulli

    Ulli Altbenzlenker

    3. April 2004
    Hallo, Pierre,

    hatte bei mir auf der Fahrerseite ein ähnliches Problem. Die Ursache war banal: Die Verschraubung der Schließöse an der B-Säule war etwas locker. Aber ich gehe mal davon aus, daß Du das kontrolliert hast, zumal die Tür ja im Stand einwandfrei schließt.

    Gruß

    Ulli
     
  5. kleinpi

    kleinpi Aktives Mitglied

    102
    17. September 2004
    Hallo Ulli:) ,


    habe überprüft was ein Nichtfachmann so überprüfen kann und nix festgestellt!
    Mal sehn!

    Neblige Grüsse

    Pierre
    280 SL
     
  6. IXXI

    IXXI Aktives Mitglied

    55
    21. Juni 2004
    Hallo

    es kann auch intern im Schloss eine Feder ausgehängt/gebrochen sein.

    Zuerst mal checken ob das Schloss wenn man die falle verdreht verriegelt.

    Grüssle
     
  7. kleinpi

    kleinpi Aktives Mitglied

    102
    17. September 2004
    Hallo IXXI:) ,


    wenn Du mit Falle das "Schlüsselloch" meinst, funktionniert das Abschliessen von aussen mit Schlüssel nur sporadisch (meistens nicht)! Also erstmal das Schloss ausbauen:confused:

    gruss :)

    Pierre 280 SL
     
  8. IXXI

    IXXI Aktives Mitglied

    55
    21. Juni 2004
    Hallo

    Nun ja man muss das Ross vom Reiter trennen.

    Das Türschloss ( Schliesszylinder ) im Türgriff ist der Reiter auf dem Pferd Schlossmechanik, auch Türschloss genannt, sitzt.

    Das Teil besteht intern aus diversen Hebeln und Schiebern die über Federn die Schliesskinematik regulieren.

    Diese Schliessfalle greift in den Schliessbolzen/Schliesskeil der in korrespondierender Höhe an der Schlosssäule der Fahrzeugseitenwand befestigt ist ;)
    Besagtes Teil besteht aus einem federbelasteten Drehkörper allgemein als Schliessfalle bezeichnet.

    Diese Schliessfalle muss wenn man denn Schliessvorgang mit einem Schraubendreher als Schliessbolzen simuliert über ein oder zwei Zwischenraststufen in der Endlage verriegeln.

    Falls nein, versuchen ob die Fehlfunktion mit dem Schliesszylinder bzw dessen Stellung im Türgriff oder der Türverriegelung und dem Türöffner innen zusammenhängt.

    Falls nein dann ist der Schliessmechanissmuss intern wohl defekt oder durch schmieren reanimierbar.

    falls ja ist es wohl nur eine Einstellungssache oder es fehlt halt ein Tropfen Öl an anderer Stelle.

    Man kann auf die schnelle auch den Türgriff abbauen und durch das Griffloch auf die Mechanik sehen und evtl. Lubrikation vornehemen.


    Grüssle

    ( in der Zeit ist die Tür abganiert und das türschloss getauscht )
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. November 2004
  9. kleinpi

    kleinpi Aktives Mitglied

    102
    17. September 2004
    Hallo IXXI,

    kann nur staunen, was die Leute alles wissen:D !!!
    Mal sehn was ich machen werde:( .

    Danke

    Gruss
    Pierre
    280 SL
     
  10. w113/64

    w113/64 Aktives Mitglied

    359
    30. August 2004
    Türschloss

    Tja muss das Thema leider nochmal aufgreifen, bei mir ist selbiges Problem auf der Beifahrerseite. Die Tür das sprang auch häufiger während der Fahrt auf
    aber jetzt nach der Restauration hab ich das Gefühl das Türgummi nicht korrekt eingeklebt zu haben, kann das auch ein Fehler sein oder was gibts noch für möglichkeiten ( beim Schließen kein Metallgeräusch sondern wie gummi auf Gummi???????????

    Gruß

    Alex
     
  11. Ulli

    Ulli Altbenzlenker

    3. April 2004
    Hallo, Alex,

    schließt die Tür nach dem Einziehen der neuen Gummis nicht ordentlich oder geht´s nur um das von Dir genannte "Metall"-Geräusch:confused: ? Das, was Du nomalerweise hören solltest, ist das Geräusch der Schließfalle, die in die Schließöse an der B-Säule greift.

    Gruß

    Ulli
     
  12. w113/64

    w113/64 Aktives Mitglied

    359
    30. August 2004
    offen wie ein Scheunentor

    Hi,

    hab das Gefühl,weiß es aber nicht genau das das Schloss probleme macht sowie
    auch das neue Gummi irgendwie "dazwischen" ist. Wie es sich anhören soll ist klar die Fahrertür ist tiptop aber wenn ich die Gummis vergleiche, hab ich sie vollkommen identische verklebt, son mist dabei ist mein Pgödchen frisch zusammen gebaut und ich kann nicht einen Meter fahren :( :( :( :( :( ...
    aber mir ist ein neues Schloss + Öse einfach zu teuer falls es doh nur wat einfaches ist....

    Gruß

    Alex
     
  13. Ulli

    Ulli Altbenzlenker

    3. April 2004
    Ich bau Dir ein Schloß...

    Also, Alex,

    wenn ich Dein Problem richtig verstanden habe und die Tür nicht richtig schließt, der Schloßmechanismus aber o.k.ist, dann kann es vielleicht sein, daß wegen der stärkeren neuen Gummis die Schließöse nicht mehr optimal für die Schließfalle der Tür sitzt. Weil der Wiederstand der neuen Gummis größer ist, fehlt evt. der letzte Millimeter zur Verriegelung. Löse doch mal die Inbusschrauben der Schließöse ganz leicht, so daß diese minimal "locker" ist. Wenn Du dann die Tür ins schloß "wirfst", justiert sich die Öse an den richtigen Platz (Vielleicht mußt Du sie vorher auch minimal nach außen versetzen). Wenn´s das war, brauchst Du nur noch vorsichtig die Tür öffnen und die Öse, so wie sie sitzt, wieder festschrauben. (Eigentlich müßte ein schließen mit neuen Gummis aber allerhöchstens etwas mehr Kraftaufwand für den Anpreßdruck beim schließen erfordern, wenn sonst nichts gemacht wurde.) Viel Glück!

    Gruß

    Ulli
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. November 2004
  14. w113/64

    w113/64 Aktives Mitglied

    359
    30. August 2004
    offenes S..tor

    ja vielleicht hast Du recht einfach noch ein wenig mehr mit der Öse rumtesten,
    Ach ja sind an Deiner Schließöse Inbusschrauben???? oder oder meinst Du die Befestigungsschraube auf der Platte??

    Gruß Alex
     
  15. w113/64

    w113/64 Aktives Mitglied

    359
    30. August 2004
    Apropos...

    ...tja wenn sonst nichts gemacht worden wäre!!!!

    aber der Wagen war komplett auseinander....
     
  16. IXXI

    IXXI Aktives Mitglied

    55
    21. Juni 2004
    Türeinstellung: Komplex ?

    Hallo

    Der Schliesskeil an der Schlosssäule ist normalerweise ab Werk mit M6 Kreuzschlitz-Senkkopf befestigt und teilweise mit einem oder mehreren Unterlagblechen auf das korrekte Mass gebracht.

    Diese Schrauben sind ab Werk sehr fest angezogen und mit Billigwerkzeug geht da oft nix oder meist wird der Schraubenkopf vermurkst. ( Lässt sich aber rausbohren )

    Wenn diese Schrauben mit einem normalen Kreuzschlitz aus dem Handgelenk aufgehen waren die eh nicht fest genug.
    Das heisst die lockern sich dann selbstständig nach einigen Schliessvorgängen.

    Deswegen wird oft eine Senkkopf mit Imbuseinsatz ersatzweise verwendet. Das Mass gibts bei der Konkurenz schon fertig mit Microverkapselung ( Loctite Mittelfest ).

    Auf jeden Fall, wenn wir schon mal soweit sind kennzeichnen wir die Lage des Schliesskeil und schrauben denn vollständig ab.

    Jetzt muss die Türe sanft angelegt werden und perfekt sitzen.
    Bei neuen Dichtungen steht das Türblatt hinten evtl. 4-6 mm über das Seitenteil wird aber mit etwas Pressung bündig. Bei gebrauchten Dichtungen ist das Setzmass -3 bis +3 mm ( geschätzt ;))

    Auch sollte die Türhöhe passen und die Spaltmasse rundum gleichmässig sein.

    Falls nein heisst es erst mal die Türe korrekt einstellen und die Dichtung korrekt einkleben.
    Oft sieht man das die Dichtungen unten an der Unterkante nicht korrekt verbaut wurden.

    Auch die korrekte Lage der Enden an dem Fensterschacht sowie die die Vorderkante unten ( mit dem Füllblech dahinter ) wird oft nicht korrekt erzielt.
    Manchmal ist das Problem das eine nicht zum Fahrzeug gehörende Tür eingebaut wurde ( bei der Pagode sind sämtliche Türen, Deckel und das Hardtop eingepasst )

    Beim Fensterschacht passt dann oft der Anschluss zu der A-Säulen und B-Säulendichtung nicht.
    Wer Glück hat hat da einen Belüftungsspalt, wer Pech hat verquetschte Dichtprofile.

    Was bei Pagoden auch gerne vorkommt sind festgefressene Türscharniere die quasi wie eine vorgespannte Feder die Türe wieder abheben.

    Erst wenn die Türe "passt" wird der Schliesskeil montiert.
    Am einfachsten erst mal in Mittellage und Handfest anziehen.
    Während die Türe sanft in die Endlage gedrückt wird fühlt man ob der Schliesskeil in der Höhe passt und die Endlage kann man ja direkt peilen.
    Steht die Türe ab muss man das Mass einfach reinwandern. Ist diese zu tief fehlt oft die zweite finale Rastung des Türschlosses also Schliesskeil wieder "raus".

    Achtung die korrekte Einstellhöhe Endlage für das Türblech ist ca 0,05-01 mm höher als das Seitenteil hinten und vorne ist das Türblech um denn gleichen Betrag tiefer als der Kotflügel ( Laminarströmung bleibt erhalten das heisst besserer C-wert und weniger Windgeräusche )

    Normalerweise fiddelt man da einige Minuten rum oder es geht auch der "Knalltrick".

    Man stellt denn Schliesskeil absichtlich etwas zu weit raus und lässt die Schrauben nur Handfest.
    Dann knallt man die Türe aus ca 30-50 cm satt zu bis es passt .
    Öffnet diese anschliessend Vorsichtig und zieht denn Schliesskeil final fest.
    Diese Methode braucht aber etwas Erfahrung und "dosierte" Kraft ( sprich Gefühl ) die man erst nach mehreren Fahrzeugen am Fliessband perfekt im Blut hat.

    So nun passt die Türe, der Gummi und der Schliesskeil.

    Wenn die Schliessanlage Türseitig nicht korrekt justiert ist, falsch montiert oder defekt wird die Türe normalerweise "prellen" oder nicht verriegeln.

    Beim prellen fehlt oft nur etwas Schmierung ( Bei jeder Inspektion oder einmal vor dem Winter ) oder Feinjustage an Türöffner bzw Veriegelung aussen/innen.

    Es kann auch sein das man den Schliesskeil nur unterlegen muss damit der in der Schlossfalle zentriert ist. Zudem lockern sich die frühen Schliesskeilversionen auf der Grundplatte ( kann man zur Not festschweissen ).

    Bei nichtverriegeln muss man erst abklären ob es ein defekt oder addition von anderen Fehlern ist.
    ( Türschloss ausbauen )

    Die bei der Pagode verwendeten Sicherheitsschlösser können sich, korrekt verriegelt, nicht selbstständig lösen und selbst bei Gewalteinwirkung fängt sich das Schloss in der Vorraststellung.
    Dass heisst die Türe springt nicht auf sondern springt aus der Schliesstellung in die Vorraste also so um die 5-8mm Hub am Türblech aussen.

    Diese Funktion ist sehr zuverlässig in der Hardware eingebaut und tut selbst bei total verschlissenen und festgerosteten Türschlössern noch ( fail safe ).
    Dies Konstruktion war fast so sicher wie die Drehzapfenschlösser bei der Konkurrenz aber deutlich billiger in der Herstellung. ( ZB Ferrari/Pininfarina hat ab den 60ern direkt die Benzschen Keiltürschlösser verbaut ).
    Auch hat man damals bei Daimler auf Patentabgaben verzichtet damit sich das sichere Keilzapfen-Türschloss weltweit durchsetzt weil aufspringende Türen die Karrosserie einweichten wobei die Bodengruppe durchknickte und die Passagiere oft Schleudersitzartig herauskatapultiert wurden. ( das war die Hauptverletzungs/Todesursache bei frühen KFZ Unfällen für mehr "Details" siehe auch Brecht
    http://www.textur.com/schrott/schrott2.htm#53

    Daher ist ein Aufspringen der Türe nur bei extreemer Misseinstellungen möglich oder weil jemand aus was für Gründen auch immer ( Hauptgrund Unfähigkeit gepaart mit Geiz ) das Teil passend gemacht hat.
    Und dann gibts noch die "Restaurationsprofis" die das komplette Türschloss in die Galvanik geben.
    Das ist insofern "pfusch" weil dabei die Federstähle verspröden und später unter Belastung brechen.
    Ebenso hat man oft zwischen den gleitenten Schliessplatten die Galvanik-reste nicht ausspülen können und wenn diese nicht konsequent geölt wurden rosten die nach wenigen Monaten Standzeit zusammen.

    Grüssle

    OK einiges wurde ja schon von Ulli gesagt aber der Text wurde gestern früh schon vorher vorbereitet, wollte noch ein paar Bilder dazu hochladen aber finde die gerade nicht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 23. November 2004
  17. w113/64

    w113/64 Aktives Mitglied

    359
    30. August 2004
    Türen und Schleißung

    Tja da ich eh ich gut schlafen konnte hatte ich mich denn heut morgen ohne Deinen Beitrag zu lesen drangemacht und trotz meiner unfachmännischen Kenntnisse so vorgegangen wie von Dir beschrieben; auf jeden Fall die Tür sitz nun!!!!!!:D :D :D :D

    Aber eine Frage bleibt noch wie kann ich am Türschloss bzw. am Zapfen der Öse (nur von unten zu sehen) erkennen ob der oder die sich abgerieben haben bzw. nicht mehr dauerhaft halten werden????

    PS Nocheinmal große Hochachtung vor Deiner detailierten Fachkenntnis, Hut ab (auch wenns Schleimig wirkt)

    schoin Gruß aun Norden

    Alex
     
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