Ich war mit einer Gruppe im Museum. Da sah ich einen Bekannter aus meinem Jugend der sich verkleidet hat. Kennt ihr den?
Ja, Norbert, du hast recht. Das Auto wurde in den 80-er in China als Shanghai 760 verbaut. Dieser Wagen ist nagelneu und hat 0 km auf der Uhr. Zu bewundern ist er im Loumanmuseum in Den Haag (NL). http://louwmanmuseum.nl/en/Ontdekken/Ontdek-de-collectie/shanghai-sh760
Naja, bevor bei dem einen Fuß reinsetze, hacke ich mir den lieber ab. Den Fuß. https://de.wikipedia.org/wiki/Rosso_Bianco_Collection Der hat gelogen und beschissen was das Zeug hält, der Herr Louman
Jepp. ein Spekulant, kein Enthusiast... Bin froh, das Rosso-Bianco 2003 noch zu Lebzeiten besucht zu haben... Nebenbei bemerkt: alle Mobile in traumhaftem Auslieferungszustand (teilweise sogar wohl besser....ob das Fahrwerk des 500K jemals so aussah??) !! Michael
stimmt... ...jetzt wo man das weiß, mag man nicht mehr hin. Als Jugendlicher bzw junger Erwachsener war ich öfters im Rosso Bianco Museum, ich erinnere mich noch daran, dass es dort mehr Autos als Besucher gab.
Nicht verkleidet sondern abgekupfert Hallo Gerard, ich habe auch noch einmal etwas im WEB nach dem Auto gesucht. Und überraschenderweise kam heraus daß das gar kein "verkleideter" Ponton ist, sondern ein abgekupferter. Selbst der Motor wurd weitestgehend kopiert. Selbstverständlich ohne Lizenz-Kosten zu bezahlen. In dem Werk wurden später auch WV Santans paralell gebaut. Es gab auch eine Studie des 720: Kopierter Ponton mit Santana Rückleuchten. Furchtbar. Früher hätte der Kaiser einen Panzerkreuzer nach China geschickt. Glücklicherweise geht das heute nicht mehr. Wir strafen Plagiate einfach mit Nichtbeachtung Grüße in die Niederlande norbert
Oder bei uns allen leidlich bekannten preiswerten "Ersatzteilvarianten"... Mitunter ja grottig. Auf in die Sonne heute! Michael Gesendet von meinem LG-H525n mit Tapatalk
Hallo Norbert, 'abkupfern'? Das finde ich zu dreist. Sie haben sich die Mühe genommen eine eigene Interpretation vom Ponton zu machen. Man muss es zu schätzen wissen wie vom Auge versteckte deutsche Technik und zeitgenössischen amerikanische Ästhetik (das ist Geschmacksage) zusammengebracht sind. Bei Plagiat macht man nach ohne eigenen Beitrag. Nimm die Rückleuchte dieser Variante des Models: Da würde man doch fast sein Ponton für eintauschen, so elegant sind sie im Kotflügel eingepasst? Und die Abdeckung des Auspuffes. Das haben die Pontons nie gehabt! Guck doch mal das Innern. Das Lenkrad musste natürlich topp solide sein und daher - mit Recht - deutsches Plagiat. Für die Instrumente war aber etwas mehr Schwung angesagt. In den Niederlanden sagt man: besser gut geklaut als schlimm ausgedacht. Hallo Mattias und Sinan, '...jetzt wo man das weiß, mag man nicht mehr hin' und 'Naja, bevor bei dem einen Fuß reinsetze, hacke ich mir den lieber ab. Den Fuß.' auch das finde ich zu dreist. Das Museum beschränkt sich auf Autos vom Anfang der Autohistorie bis Anfang 1960. Eine Pagode sieht man dort nicht. Ich war dort mit einer Gruppe 'Oldies', durchschnittlich +75 Jahre alt. Der Älteste war 93. Er hat genossen Autos zu sehen die sein Opa und Vater noch gefahren hatten. Abgesehen davon denke ich, dass manche PT-ler das Museum sehr genießen würde. Die Wagen und Automobilia sind außergewöhnlich schön ausgestellt. Man kann sich vielleicht Gedanken machen wie das Museum zu Stande gekommen ist aber dann würde man sich wenig Historisches anschauen können.
nun ja das Problem wenn man es weiss... Umstände die einem vorher nicht bekannt waren und man das Museum, den Zirkus, Sea World, etc genossen hat, lässt einen die selbe Sache nun in einem völlig anderen Licht sehen und die Lust daran ist mindestens getrübt. Nichts zu wissen kann jedoch auch keine Lösung sein. Vor ein paar Wochen war in der FAZ eine großer Bericht über Vorkriegsautos. Hier ging es aber um den Umstand, dass während der Nazizeit sehr viele Autos von Juden beschlagnahmt wurden. Diese Menschen haben nicht nur ihren Maybach oder Mercedes Kompressor sondern kurz danach auch ihr Leben verloren. Viele Musen, vor allem in Deutschland, würden die Vorgeschichten ihrer Vorkriegsfahrzeuge nur sehr zögerlich aufklären. Auch Händler und Besitzer haben hier oft kein Interesse dies zu klären. Es bleibt bei einem nicht unerheblichen Teil der Fahrzeuge bis 1945 also latent die Gefahr, dass es sich um Beutekunst handelt die nach unseren Gesetzen zurückgegeben gehört. Kurz danach war ich in Düsseldorf in der Classik Remise, den Mercedes 500K habe ich von da an mit ganz anderen Augen angesehen. Auch wenn dieser Wagen nach der Wahrscheinlichkeit nichts mit Beutekunst zu tun hat, so ging ein beklemmendes Gefühl nicht weg. Zum Glück sind die von uns geliebten Fahrzeuge nicht aus dieser Zeit. Gruß Matthias
Hallo Matthias, Ich kannn dein beklemmendes Gefühl ganz nachvolziehen. Ich kann dir raten morgen im BBC Two Fernsehen um 21.30 Uhr den Film 'Woman in gold' anzuschauen. Der war heute im NL-Fernsehen. Sehr beeindruckend im Rahmen Beutekunst. Wir nennen das übrigens in der Niederlande: Raubkunst.
Hallo Gerard, die von den Nazis den Juden und in den überfallenen Ländern Europas geraubten Kunstgegenstände heissen auch bei uns Raubkunst. Nur die von den Russen und Ämerikanern und anderen Allierten 'sichergestellten' Kunstgegenstände heissen Beutekunst.